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Herzliche Einladung an alle Interessierten

aus dem Pastoralraum Wasseramt Ost!

Der Referent Andreas Frei von der Organisation «oeku – Kirchen für die Umwelt» informiert über das Umweltmanagementsystem UMS «Grüner Güggel», welches Kirchgemeinden bei der Verbesserung ihrer Umweltleistung hilft. Zudem zeigt Andreas Frei weitere Optionen auf für eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Arbeitsweise im kirchlichen Umfeld und beantwortet Fragen dazu. Im Anschluss Diskussion und Austausch unter den Anwesenden.

Eintritt frei.

Beim anschliessenden Apéro besteht weiter die Gelegenheit zum Gedankenaustausch.
 
Es lädt ein:
Seelsorge-Team des Pastoralraums Wasseramt Ost

Weitere Informationen unter: www.oeku.ch

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Romantisches Picknick Paar

"Revolution der Zärtlichkeit"

Wie wär’s, die Tante, den Onkel, die betagten Nachbarn oder die Grosseltern zu einem sommerlichen Ausflug einzuladen? Vielleicht ins obere Entlebuch, auf den Schwendelberg, ob Escholzmatt (die letzten 100 Meter allerdings müssen leicht ansteigend zu Fuss bewältigt werden). Dort hat es eine sehenswerte Kapelle: die St.-Anna-Kapelle. In ihr befindet sich eine alte Statue der Grossmutter von Jesus, der Mutter von Maria. Die Statue soll aus dem ehemaligen Benediktinerkloster Trub stammen und beim Bildersturm 1528 ins katholisch gebliebene Entlebuch «geschmuggelt» worden sein. Es ist eine Darstellung des Typs «Sankt-AnnaSelbdritt», Anna zu dritt, weil sie auf dem einen Arm Maria, ihre Tochter, trägt und auf dem andern Arm ihren Enkel, Jesus. Im Ablauf des Kirchenjahres ist der Gedenktag der Grosseltern Joachim und Anna am 26. Juli.

 

Welttag der Grosseltern und älteren Menschen

Vor zwei Jahren hat Papst Franziskus einen «Welttag der Grosseltern und älteren Menschen» initiiert. Weil am 26. Juli der Gedenktag der hl. Grosseltern Anna und Joachim ist, wird künftig der neue Aktionstag jeweils am vierten Sonntag im Juli gehalten, in zeitlicher Nähe zum 26. Juli. Zu diesem Tag hat der Papst kürzlich ein Schreiben veröffentlicht. Zudem hat der unterdessen gut 85-Jährige in den letzten öffentlichen Mittwochaudienzen über verschiedene Aspekte des Älterwerdens und über das Alter gesprochen.

 

Im erwähnten Schreiben zum «Welttag der Grosseltern und älteren Menschen» heisst es zum Beispiel:

«Meine Lieben! Der Vers aus Psalm 92,15 ‹sie tragen Frucht noch im Alter› ist eine gute Nachricht, ein wahres ‹Evangelium›, das wir der Welt anlässlich des zweiten Welttages der Grosseltern und älteren Menschen verkünden können. Es steht dem entgegen, was die Welt über dieses Lebensalter denkt, und auch gegen die resignierte Haltung mancher älterer Menschen, die mit wenig Hoffnung weiterleben und sich nichts mehr von der Zukunft erwarten…

 

Das Alter ist in der Tat eine Lebensphase, die nicht leicht zu verstehen ist, selbst für uns, die wir sie bereits erleben. Obwohl es ein langer Weg war, hat uns niemand darauf vorbereitet, es scheint uns fast zu überraschen. Die am weitesten entwickelten Gesellschaften geben viel Geld für dieses Lebensalter aus, aber sie helfen uns nicht, es zu deuten: Sie bieten Pflegepläne, aber keine Lebensprojekte. Das macht es schwierig, in die Zukunft zu blicken und einen Horizont auszumachen, auf den man hinleben kann. Einerseits sind wir versucht, das Alter zu verbannen, indem wir unsere Falten verstecken und so tun, als wären wir noch jung; andererseits scheint es, als hätten wir keine andere Wahl, als desillusioniert zu leben und uns damit abzufinden, dass wir keine «Früchte mehr zu tragen» haben.

 

Mit dem Ende des Arbeitslebens und der Eigenständigkeit der Kinder, die jetzt unabhängig sind, verschwinden die Gründe, für die wir viel Energie aufgewendet haben. Die Erkenntnis, dass unsere Kräfte nachlassen, oder der Ausbruch einer Krankheit können unsere Gewissheiten erschüttern. Die Welt mit ihrer Schnelllebigkeit, mit der wir nur schwer Schritt halten können, scheint uns keine Alternative zu lassen und führt dazu, dass wir den Gedanken von unserer Nutzlosigkeit verinnerlichen. …

 

Das Alter ist aber keine sinnlose Zeit, in der man das Handtuch wirft und sich zurückzieht, sondern eine Zeit, in der wir noch Früchte tragen können: Eine neue Aufgabe wartet auf uns, und sie lädt uns ein, in die Zukunft zu schauen. Die besondere Sensibilität, die wir alten Menschen für die Aufmerksamkeiten, die Gedanken und die Liebe haben, die uns menschlich machen, sollte wieder zur Berufung für viele werden. Und es wird eine Entscheidung der alten Menschen für die Liebe gegenüber den neuen Generationen sein. Dies ist unser Beitrag zur Revolution der Zärtlichkeit, einer geistlichen und unbewaffneten Revolution, zu der ich euch, liebe Grosseltern und ältere Menschen, einlade, um dessen Protagonisten zu werden.»

 

Ich wünsche einen engagierten Tag der älteren Menschen – nicht nur am vierten Sonntag im Juli.

Pfarrer Beat Kaufmann

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The true Trinity in true unity, WikiArt.org

Aufgefahren in den Himmel

Über den Himmel zu schreiben angesichts einer kriegerischen Situation in Europa ist sicher nicht leicht und auf Worte des Friedens sollen auch entsprechende Taten folgen! Woher nehmen wir Christen unsere Beweggründe?

 

Unsere christliche Religion möchte uns auch therapeutische Impulse vermitteln, die uns von der durch Gegensätze und Widersprüche erfüllten Welt weg auf eine göttliche Realität hinweisen wollen.

 

Diese Hinweise erhalten wir von der Theologie der Himmelfahrt Jesu. Die Auffahrt Jesu geschieht 40 Tagen nach Ostern. Diese Zahl charakterisiert einen längeren Zeitabschnitt des Heils oder des Unheils: 40 Tage dauerte der Sintflutregen, 40 Jahre litten die Israeliten unter den Philistern, 40 Jahre wanderte Israel durch die Wüste, 40 Tage war Elija unterwegs zum Berg Horeb und 40 Tage fastete Jesus in der Wüste. Die Zahl Vierzig ist auch ein Hinweis auf die Viergestaltigkeit des Kreuzes, an dem Jesus Christus alle unsere Differenzen und Spannungen hat aushalten müssen. Die Zahl Vier ist die Zahl der Welt, der Spannungen und Gegensätze.

 

Gott hat ihn erhöht, «damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jede Zunge bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes des Vaters» (Phil 2, 10f). Er ist der Herr aller Mächte und Gewalten. Wohin hat ihn Gott erhöht? «Zu seiner Rechten» bekennen wir im Glaubensbekenntnis. Aber wo ist Gott? Oben, unten, hier, dort, aussen, innen, überall, nirgends?! «Einfältige Menschen glauben, sie sollten Gott so sehen, als stünde er dort und sie hier. Das ist nicht so. Gott und ich sind eins» (Meister Eckehart). Der Weg zum eigenen Seelengrund ist der Weg zu Gott. Sich selbst finden und Gott finden wären eins. «Denn keinem von uns ist Gott fern. Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir» (Apg 17,28).

 

Wohin ist also Christus erhöht worden als er in den Himmel «aufgefahren» war? Ist uns Christen der Himmel schon in die Seele gelegt worden?

 

Hildegard von Bingen hat zu diesen Fragen ein sehr schönes Meditationsbild gestaltet:

 

Es ist ein christliches Mandala, das die Grundstruktur von Welt, Gott und Mensch zeigt, dargestellt in Quadrat und Kreis. Das Quadrat weist in die vier kosmischen Richtungen. Durch den inneren Kreis werden sie gebunden und geeint. Die Bildbetrachtung findet ihre Zielsetzung aus der Mitte, die hier Christus ist. Christus in der Mitte ist der vollkommene Mensch, umgeben von der viergestaltigen, spannungsgeladenen Schöpfung. Der Kreis ist Gott: Er umfängt alles, trägt und durchdringt es. Der Kreis symbolisiert Gott, wie er ist: namenlos, unaussprechlich, unbegreiflich, geheimnisvoll, gestaltlos, reines Licht, «der in unzugänglichem Licht wohnt, den kein Mensch gesehen hat noch zu sehen vermag» (1Tim 6, 16).

 

Christus ist ganz von dieser göttlichen Realität umfangen und ganz durchdrungen. Himmel ist die göttliche Existenz in ihrer ganzen Fülle, die jedem Menschen durch die Gabe des Heiligen Geistes, der auch Gott ist, geschenkt wird.

 

Himmelfahrt Christi bedeutet, dass mit Jesus Christus erstmals ein Mensch ganz und endgültig bei Gott angekommen ist und von ihm aufgenommen worden ist. Auf diesen Aspekt weist im Bibeltext, in der Apostelgeschichte, die Wolke hin. Diese hat zwar in erster Linie die Aufgabe, Jesus den Blicken der Jünger zu entziehen, bleibt aber Symbol der Gegenwart Gottes: Gott nimmt Jesus Christus auf, der ja schon ganz Gott ist. Himmel meint dann das Endgültig-bei-Gott-sein!

 

Und das geschah nicht nur Christus, sondern wird jedem getauften und gefirmten Christen gnadenhaft zuteil. Den «Himmel», die Realität Gottes, trägt ein jeder von uns durch die Sakramente schon bei sich. Es liegt dann an uns, die Welt schöner, gerechter, vollkommener, heiliger, ja friedlicher zu machen. Diesen Anspruch hat uns Jesus Christus als sein Testament aufgetragen. Wir sind zu Mitarbeitern Gottes bestimmt worden.

 

Das ist der ethische Sinn der christlichen Religion, das ist die Logik der Himmelfahrt Jesu!

 

Franz-Josef Glanzmann, Pfarreiseelsorger Zuchwil​

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Fine Arts, Baldung,

Hans genannt

Grien (1484 / 1485-1545), Malerei, Krönung Mariens.

Maria - Realsymbol der Kirche

Die Ehre sei dem Vater froh erwiesen,
durch Christus mit Maria hochgepriesen,
im Heiligen Geiste voller Herrlichkeit
vom Weltall jetzt und alle Ewigkeit.

 

Diese Verse wurden am Schluss eines kleinen Stundengebetes im KZ Dachau von den Priestern gebetet. Da die Priester kein Breviergebet hatten, war dies ein Ersatzgebet. Pater Joseph Kentenich hat dafür ein wunderschönes Gloria Patri (Ehre sei dem Vater) komponiert. Dem Vater gilt das Magnificat, das «Hochpreiset meine Seele». In dem wir «durch Christus in Maria» einstimmen.
Das Bild von Hans Baldung «Krönung Mariens», das am Hochaltar des Freiburger Münsters
(D) zeigt uns Maria beim Dreifaltigen Gott. Dieses Bild ist ein grossartiges Monument der Deutschen Malerei zur Dürerzeit.

 

Die hier dargestellte Maria ist nicht einfach nur eine «Privatperson». Von alters her wird sie  verstanden als Personifikation, besser: als Realsymbol der Kirche und darüber hinaus der ganzen Schöpfung, wie sie von Gott gewollt ist. Im Blick auf die Darstellung der «Aufnahme Marias in den Himmel» und ihrer «himmlischen Krönung» hat der Glaubende also die Zukunft der ganzen Schöpfung vor Augen: Sie ist dazu berufen, für immer in das ewige-selige Leben des dreifältigen
Gottes einzugehen. Diese Vollendung der Schöpfung ist zugleich die (frei gewählte) «Vollendung» des trinitarischen Gottes selbst; sie ist dann gegeben ist, wenn der Vater durch Jesus Christus im Heiligen Geist in uns und mit uns «alles in allem ist» (I Kor 15,28). Dann hat auch die «Gastfreundschaft» Gottes ihre letzte Vollendung gefunden.

 

Wenn wir Maria ehren – die Realsymbol der Kirche ist, werden wir in ihren Weg hineingenommen und werden zu Jesus Christus, zum Dreifaltigen Gott geführt.
 

Wir feiern im Monat Mai Maria – Realsymbol der Kirche. So wird uns offenbar, was auch uns verheissen ist: die Vollendung im Dreifaltigen Gott. Am Pfingstmontag feiern wir, dass Maria als Mutter der Kirche und am Sonntag nach Pfingsten das Fest der Dreifaltigkeit. Die Dreifaltigkeit ist keine Glaubensformel, kein Glaubenssatz, keine Doktrin oder gar eine Ideologie, sondern ein Ereignis, das man erzählt, eine Erfahrung, die bezeugt wird durch Maria. Und zwar ist es die
Erfahrung, dass Gott der Vater durch seinen Sohn Jesus Christus in dem von ihm vermittelten Heiligen Geist zugegangen ist, sich ihnen ganz und gar mitgeteilt und sie in sein eigenes Leben hineingezogen hat. Ehren wir Maria durch sie Jesus Christus und im Heiligen Geist den Vater im Monat Mai.


Paul Rutz, Kaplan, Derendingen

Ostern

Osterzeit

Es ist Osterzeit! – Am Schmutzigen Donnerstag begann einmal mehr ein Krieg. Ein Krieg auf dem europäischen Kontinent. Während diese Zeilen geschrieben werden, ist das Grauenhafte noch im Gang. In der Ukraine und in verschiedenen Gegenden auf anderen Kontinenten haben Menschen und Tiere an furchtbaren Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen zu leiden, kommt dazu, dass durch Kriege auch Umwelt zerstört wird (durch Brände von Öl- und Gaslagern, Freisetzung von Giften, Zerstörung von fruchtbarem Boden durch Panzereinsätze, durch Munition.

 

Die Osterzeit hält den Glauben wach, dass die freudvolle Lebens- und Friedensbotschaft Jesu weitergehen muss. Jesus Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene grüsst am Abend des Oster-tages mit dem Gruss und Wunsch: «Friede sei mit euch!» (Joh 20,19) ER hat beten gelehrt: «Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme…» … das «Reich» des Friedens… Kann das nicht zur Erkenntnis führen, dass dort Friede bedroht ist, wo Gott nicht geglaubt wird?

 

Zufällig ist mir ein Aufsatz von Albert Schweitzer («Urwald-Doktor») aus dem Jahr 1952 in die Hände gekommen. Er schreibt darin, dass bei allem, was die grosse Politik und was Verhandlungen und Verträge bewirken, doch der Geist des Friedens in den Herzen der einzelnen Menschen entdeckt und gepflegt werden muss. Kleines könne schliesslich Grosses bewirken. Gegen Schluss des Auf-satzes steht: «Nur durch das Wunder, dass der Geist des Friedens in der Menschheit wach werde, kann sie vor dem Zugrundegehen bewahrt werden. Möge uns beschieden sein, dass das Bemühen um die Vermeidung von Kriegen Erfolg habe, und dass wir in der so uns geschenkten Zeit den Geist des Friedens in uns mächtig werden lassen, dass es in uns und in der Welt anfange, Reich Gottes zu werden.»

 

Unterdessen sind klare Worte und Taten glaubender Menschen und der Kirche/n wichtig. Am 16. März sprachen der Papst und einige Mitarbeitende (u. a. Kardinal Kurt Koch) in einer Video-schaltung mit dem russisch-orthodoxen Patriarchen, der partout nicht von Krieg sprechen wollte. Und am Sonntag, 27. März, sagte Papst Franziskus vor dem Angelusgebet auf dem Petersplatz: «Liebe Brüder und Schwestern! Mehr als ein Monat ist seit dem Einmarsch in die Ukraine vergan-gen, seit dem Beginn dieses grausamen und sinnlosen Krieges, der, wie jeder Krieg, eine Nieder-lage für alle, für uns alle darstellt. Man muss den Krieg ablehnen, einen Ort des Todes, an dem die Väter und die Mütter ihre Kinder begraben, an dem die Menschen ihre Geschwister töten, ohne sie auch nur gesehen zu haben, wo die Mächtigen entscheiden und die Armen sterben. – Der Krieg zerstört nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft einer Gesellschaft. Ich habe gelesen, dass seit dem Beginn des Angriffs auf die Ukraine jedes zweite Kind aus dem Land vertrieben wor-den ist. Das bedeutet, die Zukunft zu zerstören und bei den Jüngsten und Unschuldigsten unter uns dramatische Traumata zu verursachen. Das ist die Bestialität des Krieges, ein barbarischer und gotteslästerlicher Akt! – Der Krieg darf nichts Unvermeidliches sein: Wir dürfen uns nicht an den Krieg gewöhnen! Vielmehr müssen wir die Empörung von heute in das Engagement von morgen verwandeln. Denn wenn wir aus dieser Geschichte genauso hervorgehen wie vorher, dann werden wir alle auf die eine oder andere Art schuldig sein. Angesichts der Gefahr der Selbstzerstörung möge die Menschheit begreifen, dass die Zeit gekommen ist, den Krieg abzuschaffen, ihn aus der Geschichte der Menschheit zu tilgen, bevor er den Menschen aus der Geschichte tilgt. – Ich bitte jeden politischen Verantwortungsträger, darüber nachzudenken und sich dafür einzusetzen! Und mit Blick auf die gequälte Ukraine zu verstehen, dass jeder Kriegstag die Situation für alle verschlim-mert. Deshalb erneuere ich meinen Appell: Genug, haltet ein, die Waffen mögen schweigen, ver-handelt ernsthaft über den Frieden! Lasst uns erneut und unermüdlich… zu Maria beten.». Soweit Papst Franziskus.

 

Es ist Osterzeit – Motivationszeit, den Glauben bewusster zu leben, mitzubeten und mitzutun, dass sich der Glaube vermehre, die Hoffnung stark werde und Liebe nicht nur ein Wort bleibt, sondern Bezeichnung Gottes und Auftrag ist.

 

Pfarrer Beat Kaufmann

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Erkennen Sie Jesus?

Ein junger Mann. Längere, dunkle Haare. Bart. Dornenkrone. Purpurroter Mantel als Zeichen der Königswürde. Diese Merkmale lassen uns in der Person auf dem Bild Jesus erkennen. Die Darstellung entspricht in vielem den gewohnten Bildern, die wir von Jesus haben.

 

Ungewöhnlich ist dagegen die Umgebung, in der Jesus hier zu sehen ist. Er sitzt in einem Zugabteil. Mit dem Zug oder Tram unterwegs zu sein, ist eine Situation, die uns aus dem Alltag vertraut ist. Aber es ist wahrscheinlich nicht die Situation, die wir in unserer Vorstellung zuerst mit Jesus in Verbindung bringen.

 

«Jesus in der U-Bahn», so der Titel dieses Altarbildes aus einer Kirche meiner Heimat in Bingen am Rhein (D). Als ich das Bild dort vor einigen Tagen sah, kamen mir die Menschen in den Sinn, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen und mit dem Zug in der Schweiz ankommen. Menschen auf der Flucht vor Bomben- und Raketenangriffen – in der Hoffnung, hier Schutz und Sicherheit zu finden, weil die Lebensperspektive in ihrer Heimat zerbrochen ist.

 

Auch für die Jüngerinnen und Jünger zerbrach am Karfreitag ihre neue Lebensperspektive, die sie mit Jesus verbanden. Auch sie suchten nach dem Tod Jesu Sicherheit und Stabilität, indem sie beispielsweise als Fischer an ihrem früheren Alltag anknüpften.

 

Dann geschah das Unglaubliche! Ostern! Jesus begegnete seinen Jüngerinnen und Jüngern. Aber sie erkannten ihn nicht! Zumindest nicht auf den ersten Blick. Jesus entsprach nicht dem Bild, das sie von ihm hatten.

 

Teilen wir diese Erfahrung nicht mit den Jüngerinnen und Jüngern Jesu? Würden wir Jesus erkennen, wenn er uns begegnen würde – beim Einkaufen, bei einem Spaziergang um den Burgäschisee, bei einer flüchtigen Begegnung im Zug?

 

Das Altarbild, das Jesus im Zugabteil zeigt, rückt ihn mitten hinein in unseren Alltag. Auf dem Bild ist Jesus nur schemenhaft zu sehen. Sein Da-Sein schimmert nur verschwommen durch. Vielleicht ist die Begegnung mit ihm nicht so eindeutig, wie wir es uns vorstellen und wünschen würden. Aber er ist da! Er begegnet uns. Ganz sicher in JEDEM anderen Menschen.

 

Die Frage ist, ob wir ihn erkennen?


Dazu wünsche ich Ihnen einen achtsamen Blick und ein offenes Herz für die kommenden Kar- und Ostertage.


Petra Raber

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Kurs:
"Enkel:innentauglich Leben"

Konkret – handlungsorientiert – zielführend – zusammen!

 

Nachhaltig und gut leben – wer möchte das nicht!? Dieser sechsteilige Kurs ermutigt dazu! Jede:r Teilneh:mer:in gestaltet das eigene Leben mit Blick auf ihr/sein Umfeld und nachfolgende Generationen Schritt für Schritt positiv um. In der Gruppe unterstützen wir uns gegenseitig.

 

Kursstart (neu):

Montag, 11. April, 19.00 bis 21.30 Uhr

Pfarreiheim Zuchwil

 

«Enkel:innentauglich Leben» ist ein Angebot unseres Pastoralraums Wasseramt Ost.

 

Weitere Infos und Anmeldung bei:

Kursleiterin Susan Weber: su.weber@gmx.ch oder 076 267 70 06.

 

www.enkeltauglich-leben.org und www.pawa-ost.ch

Brot schneiden

Brot zum Teilen

Brot ist bei uns und in den vielen anderen Kulturen ein wichtiges Lebensmittel. Es hat nebst seinem nahrhaften auch einen symbolhaften Charakter. Hinzu kommt, dass Brot besser schmeckt, wenn es geteilt wird. Deshalb führen die kirchlichen Entwicklungsorganisationen Fastenaktion, HEKS und Partner sein jedes Jahr die traditionsreiche Aktion «Brot zum Teilen» durch. Diese Aktion ist Teil der Ökumenischen Kampagne, die erneut unter dem Motto «Klimagerechtigkeit – jetzt!» steht.

Viele Bäckereien-Confiserien und Dorfläden verkaufen in der Fastenzeit ein «Solidaritätsbrot». Mit 50 Rappen Aufpreis pro Brot kommen so rund 40'000 Franken zusammen. Mit diesem Erlös werden Projekte im globalen Süden unterstützt. Die Solidaritätsaktion «Brot zum Teilen» findet von Aschermittwoch bis Ostern statt, im 2022 vom 2. März bis 17. April.

Für das Recht auf Nahrung - www.sehen-und-handeln.ch/brot

Eine gerechtere Welt ist möglich. Fastenaktion, HEKS und Partner sein arbeiten daran: Durch aktuell rund 600 Projekte ermöglichen sie Hunderttausenden von Menschen ein unabhängiges Leben. Dies ist nur möglich mithilfe von Menschen wie Ihnen. Auch der Kauf des «Solidaritätsbrotes» ist ein Beitrag dazu. Fragen Sie in Ihrer Bäckerei nach diesem Brot. Mit dem Kauf des «Brotes zum Teilen» unterstützen Sie das «Recht auf Nahrung». Herzlichen Dank!

Projekt in Guatemala

 

Ob traditionelle Tortillas nach Maya-Rezept oder fluffiges Süssteigbrot – gutes Brot braucht gutes Mehl, sprich Getreide und Mais aus kräftigen, lokalen Sorten. Ihre traditionellen Sorten anzubauen und mit der Nachbarschaft zu tauschen oder zu handeln hat zwar Kultur, doch ist leider auch verboten. Agrarkonzerne und die Saatgutindustrie machen Bäuerinnen und Bauern abhängig durch neue Gesetze. Fastenaktion und HEKS helfen Kleinbauernfamilien aus ihrer Not.

Im letzten Jahr haben schweizweit 418 Teams teilgenommen und gesamthaft über 43'000 Franken eingenommen. Die Aktion «Brot zum Teilen» ist Teil der jährlichen Ökumenischen Kampagne der drei Entwicklungsorganisationen. Diese findet erneut unter dem Motto «Klimagerechtigkeit – jetzt!» statt und macht auf die Folgen des Klimawandels für Menschen im globalen Süden aufmerksam.

Rosa Tirler, Pfarreiseelsorgerin Subingen

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Versöhnungsfeiern im
Pastoralraum

Herzliche Einladung an folgenden Daten und Orten:

 

Dienstag, 22. März, 19.00 Uhr, Subingen

 

Dienstag, 29. März, 18.00 Uhr, Derendingen

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Nächster Jugendevent
20. März 2022

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzten Herbst durften Carmen Ammann und ich mit 17 jungen Erwachsenen in Biel unterwegs sein. Die Stimmung war grossartig! Nun steht bereits der nächste Jugend-Event an. Bist du dabei?

 

Ich freue mich!

Pascal Eng

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Über christlichen Humor

Heiliger Thomas Morus:

 

«Herr, schenke mir Sinn für Humor. Gib mir die Gnade, einen Scherz zu verstehen, damit ich ein wenig Glück kenne im Leben und anderen davon mitteile.»

 

Ein sehr guter Ratschlag in Zeiten des Coronavirus! Wir Christen sollten mehr lachen und nicht so ein finsteres Gesicht machen, das wäre wohl dann Grund genug, den Atheisten zum christlichen Glauben zu bewegen, meinte so ungefähr der Philosoph Friedrich Nietzsche im 19. Jahrhundert. Das führt wohl zur grundlegenden Frage, ob Jesus Humor und Menschenwitz besass.

 

«Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher ins Reich Gottes.»

 

Und schauen wir einmal etwas genauer in die Heilige Schrift, denn diese kann auch bei aller «Auslegungskunst» humoristisch aufgefasst werden:

 

«Wie lautet der Name Gottes? Ernst Gross, denn in der Bibel steht: «Wer mich mit Ernst anruft, wird erhört werden. Denn mein Name ist Gross.»

 

Wie lautet die Telefonnummer von Gott? 50, 15, denn im Psalm 50, 15 steht: «Ruft mich an in der Not…»

 

Welches Musikinstrument spielt Gott? Tuba. Es heisst doch: «Vater unser, der TUBIST im Himmel…»

 

Wer war die erste Fussballmannschaft? Jesus und seine Jünger, denn in der Bibel steht: «Jesus stand im Tor von Nazareth und seine Jünger standen abseits.»

 

Die jüdische Religion kennt unzählige Witze und lustige Anekdoten, die von geistreicher Menschenkenntnis sind:

Grüns ältester Sohn ist, um eine Katholikin heiraten zu können, zum christlichen Glauben konvertiert. Da einem frommen jüdischen Vater nichts Schlimmeres passieren kann, versinkt Grün in tiefe Depression und sperrt sich in seine Kammer. Dennoch geht die Tür auf und ein alter Mann mit weissem Bart tritt ein. Es ist Gott: «Warum weinst du Grün?» – «Soll ich denn nicht weinen, mein Sohn hat sich taufen lassen!» – «Aber Grün, meiner doch auch!» – «Ja, und was soll ich jetzt machen?» – Mach’s wie ich: Mach ein neues Testament!»

 

Die biblische Geschichte um Adam und Eva hat schon manche lustige Weisheit und Kuriosität hervorgebracht:

 

Pfarrer Bornstett pflegt seine Predigt vom Manuskript abzulesen, das er eine halbe Stunde vor Beginn des Gottesdienstes auf die Kanzel legt. Eines Sonntags entwendet ein junges freches Gemeindemitglied heimlich die letzte Seite. Was passiert? Gerade liest der Pfarrer vor: «Und Adam sprach zu Eva…», da blättert er weiter und findet das letzte Blatt nicht, sucht durch das Manuskript und wiederholt, um Zeit zu gewinnen: «Und Adam sprach zu Eva…» Plötzlich fügt er leise hinzu, aber über die Lautsprecher ist es bis in die letzte Bank deutlich zu vernehmen: «…da fehlt doch ein Blatt!»

 

Zum Schluss noch etwas Humorvolles aus der Zeit der Christenverfolgung:

 

Cornelius steht in der Arena in Rom einer Gruppe von Löwen gegenüber. Er fällt auf die Knie und bittet Gott: «Herr, schütze mich. Mach aus diesen Löwen Christen!» Da kauern auch die Löwen nieder und beginnen zu beten. Cornelius ist glücklich, doch dann hört er die Worte des Gebetes: «Komm, Herr Jesus, sei unser Gast…»

 

Und Charles de Foucauld erinnert uns:

 

«Lachen verbreitet gute Laune, bringt Menschen einander näher, hilft ihnen, sich besser zu verstehen, heitert finstere Gesichter auf. Lachen und Humor sind ein Werk der Nächstenliebe».

 

Franz-Josef Glanzmann, Pfarreiseelsorger Zuchwil

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Text zum Bildausschnitt: Darstellung des Herrn - Erfüllte Sehnsucht - Katholische Kirche Vorarlberg
www.kath-kirche-vorarlberg.at


Die Ikone ist aus der russischen Kirche in Frankfurt/Main; veröffent-licht in Suttner, Das Evan-gelium in Farbe, Regens-burg 1982)

Darstellung des Herrn, Fest der Begegnung und Dankbarkeit 
(2. Februar 2022)

Wir schätzen Begegnungen mit anderen Menschen und wir schenken ihnen unsere Dankbarkeit. Dies kommt am Fest Darstellung des Herrn zum Ausdruck. Der greise Simeon drückt sich in seinem Lobgesang auf eindrückliche Weise so aus.
 

Der Lobgesang des Simeon (Lk 2,29-32) liest sich wie ein Schlusspunkt am Ende des Lebens des Simeon. Ihm wurde das geschenkt, was er all die Jahre erhofft hatte. Er hat den «Christus des Herrn» gesehen und was ihm offenbart und angekündigt wurde, ist wirklich eingetreten. Wenn Simeon beim Erblicken Jesu den Lobgesang «anstimmt», ist sein Herz ganz erfüllt von Freude, Helligkeit und Klarheit. Nun kann er einen Blick auf sein Leben als Ganzes richten und er stellt fest: Es ist komplett. Jetzt kann er «in Frieden» scheiden. Er ist zufrieden, denn er hat auf den Richtigen gewartet. Mehr erwartet er nicht, weil mehr nicht geht. Die grösste Liebe, die grösste Befreiung und die grösste Freude werden in diesem Kind sichtbar. Das weiss Simeon, und so hat all sein Erwarten und Erhoffen ein Ende. Was bleibt, sind Frieden, Freude und Dankbarkeit. Das ist ein grosses Geschenk!
 

Auch für uns werden in Jesus die grösste Liebe, die grösste Befreiung und die grösste Freude sichtbar. Zusammen mit Jesus kann beim Blick auf unser Leben vieles hell, klar und vollständig werden, sodass Frieden und Dankbarkeit auch unser Herz erfüllen können.
 

Ich wünsche Ihnen in dieser Zeit eine eindrückliche Begegnung mit Jesus Christus und den Menschen, die sie antreffen, und Freude und Zufriedenheit.
 

Paul Rutz, Kaplan, Derendingen

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Pastoralraum:
Werktag-Gottesdienste

In einer klösterlichen Gemeinschaft vollzieht sich der Tagesablauf die Woche hindurch mit Gebetszeiten, Arbeitszeiten, Essenszeiten, Erholungszeiten. Als christliche Gemeinde in Pfarreien und Pastoralräumen ist das Angebot von gemeinsamen Gebetszeiten die Woche hindurch eine Gelegenheit, Impulse aus der Heiligen Schrift für den Glauben und für das christliche Denken, Reden und Tun im Alltag in sich aufzunehmen und Jesus Christus in der Eucharistischen Gabe zu begegnen.
 

Die katholische Konfession kennt viele Gottesdienstformen, abgesehen von z. B. Laudes- oder Vesper-Gottesdiensten, Versöhnungsfeiern usw., gibt es verschiedene Andachten bis zu Taizégottesdiensten. In unserem Pastoralraum werden Werktags-Gottesdienste im Normalfall in der Form der Eucharistie («Messe»), als Wortgottesfeiern und als Rosenkranzgebet gefeiert. Je nach Möglichkeit leiten Seelsorgende Wochentagsgottesdienste. Es ist natürlich auch möglich, dass
Gläubige sich spontan zu Gebetstreffen zusammenfinden, um Andacht zu halten.

 

Die Fortführung des Abendmahlgeschehens hat sich vom abendlichen «Brotbrechen» (vgl. z. B. Apg 2,42) zur sonntäglichen Morgenfeier und schliesslich wohl recht früh, wo dies möglich war, auch zur täglichen Eucharistiefeier entwickelt. In treuer Umsetzung nach Lk 22,19 («Tut dies zu meinem Gedächtnis») feiert die Kirche rund um die Erde jenes Einzigartige, was Jesus gesagt und getan hat.
Wenn Eucharistie (= «Danksagung») gefeiert wird, ob hochfestlich mit Tausenden oder in kleiner «Runde» in einer Kapelle oder auf einem Berg – es ist immer das Gleiche: das geheimnisvolle Hineingenommen-Sein in die Gegenwart des gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus. Die Kirche feiert dankend und weiterführend die Gabe Jesu: «Das ist mein Leib, das ist mein Blut». ER schenkt sich (Leib = Person; ER schenkt uns sein Leben («Blut» für Leben). Dass dies
auch die Woche hindurch möglich ist, ist Geschenk und Auftrag. Der Schlussruf in der Eucharistie hat ihr den landläufigen Namen gegeben: Messe, von: «ite, missa est» = «geht, ihr seid gesendet!» … nämlich den Auftrag, das im Alltag zu leben, was im Gottesdienst gefeiert wurde.

 

Änderungen ab Jahresbeginn 2022
 

Bei den Werktags-Gottesdiensten in unserem Pastoralraum gibt es ein paar
Änderungen (Auflistung siehe unten). In unserem Pastoralraum und in den
Pastoralräumen der Nachbarschaft gibt es ein beachtliches Angebot an Gottesdiensten
die Woche hindurch, wobei z. B. speziell auf folgende drei zeitlich
interessante Gelegenheiten in der Nachbarschaft hingewiesen werden könnte:
Mittwochmittag in der Kathedrale; Freitagabend in Kriegstetten oder Samstagmorgen
in der Kathedrale.

 

Werktag-Gottesdienste in unserem Pastoralraum Wasseramt-Ost:
 

Montag

Derendingen: 9.00 Uhr Eucharistiefeier
 

Dienstag

Deitingen: 9.00 Uhr Eucharistiefeier mit anschliessender Anbetung
 

Mittwoch

Subingen: 18.30 Uhr Eucharistiefeier, ab 18.00 Uhr Rosenkranz
 

Donnerstag

Aeschi: 9.00 Uhr am ersten Donnerstag im Monat Eucharistiefeier; ab dem 2. DO im Monat Wortgottesfeier mit Rosenkranz. Sommerhalbjahr: Abendmessen in den Kapellen Hüniken und Steinhof
Zuchwil: 9.00 Uhr Eucharistiefeier, ab 8.30 Uhr Rosenkranz
Deitingen: 17.30 Uhr Rosenkranz

 

Herz-Jesu-Freitag (= jeweils erster Freitag im Monat):
Derendingen: 9.00 Uhr Eucharistiefeier, ab 8.30 Uhr Rosenkranz
Deitingen: 9.00 Uhr in den Monaten mit 31 Tagen
Subingen: 9.00 Uhr in den Monaten mit weniger als 31 Tagen

 

Alters- und Pflegeheime:
Zusätzlich finden in den Pflegeheimen Tharad Derendingen und Blumenfeld
Zuchwil regelmässig liturgische Angebote statt, die aber momentan pandemiebedingt
noch nicht öffentlich zugänglich sind.

 

Pfarrer Beat Kaufmann, Pastoralraumleiter a.i.

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Gott schenkt uns Hoffnung

«Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann diese Nacht nicht traurig sein.» Seit einigen Tagen begleitet mich diese schöne, zarte Melodie des Weihnachtsliedes. Ein Text, der mit wenigen aber starken Worten von der Hoffnung erzählt, dass da ein kleines verletzliches Licht in dunkler Nacht erscheint.
 

Ein Weihnachtslied ohne schrille, laute Fröhlichkeit. Nur eine zarte Melodie und der Text, der mit jeder Strophe die Gewissheit von Geborgenheit in mein Herz trägt.
 

Es ist schwer an Gott zu glauben, wenn Dinge mit uns geschehen, die wir nicht verstehen.
 

Es ist schwer an Gott zu glauben, wenn wir an all die Ungerechtigkeit und sinnlosen Streitigkeiten auf dieser Erde denken.
 

Doch Gott kommt in unsere Welt. Er fragt nicht, ist es dir in diesem Jahr recht, dass ich komme. Er zeigt sich in dem kleinen verletzlichen Licht eines Kindes. Gott kommt nicht mit der Macht, die alles Leid abwendet. Ich kann mir die Augen zuhalten, weil ich es gerade nicht aushalte. Aber das Licht ist da. Gott kommt mit seiner verletzlichen Macht.
 

Damit das Kind unsere Geschichten vom Leben aushalten kann, ist Gott geheimnisvoll in ihm. Wenn ich dem Gesang der Engel glaube, dann darf ich meine Schicksalsgeschichten zu dem Kind in die Krippe tragen.
 

Sein Licht berührt uns alle und spendet Trost und Hoffnung.
 

Es erfüllt unsere Herzen mit Mut. Dem Mut sich selbst in seiner eigene Unvollkommenheit  vollkommen anzunehmen und zu lieben.
 

Es öffnet unsere Augen, um Neues zu entdecken im Gewohnten. Ja, nicht in fernen Reisen, fremden Menschen sondern, in dem, was uns umgibt.
 

In diesem Sinne wünsche ich uns allen Beständigkeit, Mut und Liebe zu uns und unseren Mitmenschen.
 

Gesegnete Weihnachten!
 

Carmen Ammann, Religionspädagogin

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Quellenangabe:

http:/www.dormitio.

net/abtei/weihnachts

aktion/index.html

Lieber heiliger Nikolaus

Lieber heiliger Nikolaus,
komm doch heut in unser Haus,
Lehr uns an die Armen denken,
lass uns teilen und verschenken,
Zeig uns, wie man fröhlich gibt,
wie man hilft und wie man liebt.


Weihnachtsaktion der Dormitio Abtei in Jerusalem
«Ich trage Deinen Namen in der Heiligen Nacht nach Bethlehem»


In der Dormitio Abtei (Benediktiner-Kloster) auf dem Berg Sion in Jerusalem ist wie überall auf der Welt die Mitternachtsmesse. Anschliessend gibt es einen kleinen Umtrunk zur Stärkung für die Mönche und Studentinnen und Studenten des Studienjahres im Speisesaal. Dann brechen alle zu Fuss nach Bethlehem auf und nehmen eine grosse Schriftrolle mit, die während der Messe in der Kirche aufgerollt war. Auf dieser Rolle stehen alle Namen derjenigen, die sich einschreiben
lassen wollten: «Ich trage deinen Namen nach Bethlehem.» Auf diesem Weg zum Geburtsort Jesu wird meditiert, gebetet und geplaudert. In der Geburtskirche angekommen, steigt die Gruppe mit der Rolle in die Geburtsgrotte und legt die Schriftrolle mit den Namen vor den Geburtsort – bezeichnet mit einem grossen Stern – und verweilt in stillem Gebet.


108 190 Namen standen auf der Schriftrolle, die wir 2020 in der Heiligen Nacht nach Bethlehem brachten.

 

Mehr Details unter www.dormitio.net. Senden Sie Ihren Namen bitte bis spätestens am 20. Dezember 2021 an: weihnachtsaktion@dormitio.net.


«Weihnachten im Heiligen Land feiern zu dürfen, das ist ein Geschenk. Nicht nur für unsere Mönchsgemeinschaft, sondern auch für die, die einmal mit uns die Feiertage hier begehen. – Und so wurde es für uns im Laufe der Jahre nicht nur ein Geschenk, sondern eine schöne Aufgabe. Denn viele Menschen wissen, dass wir uns nach dem Mitternachtsgottesdienst in der Dormitio-Basilika zu Fuss auf den Weg nach Bethlehem machen wie damals die Hirten. Auf diesem nächtlichen Pilgerweg hat jeder, der mitgeht, stets auch Menschen und Gebetsanliegen im Herzen und im Sinn. Menschen, für die er in dieser besonderen Nacht und an diesem besonderen Ort in den Grotten Bethlehems beten möchte.

 

Wir haben dieser Erfahrung im Laufe der Jahre eine gewisse Struktur gegeben und sammeln nunmehr die Namen der Menschen, die im nicht nur übertragenen
Sinne mit uns nach Bethlehem gehen, auf einer Schriftrolle. Die Überschrift, unter der unsere Weihnachtsaktion steht, lautet daher: «Ich trage Deinen Namen in der Heiligen Nacht nach Bethlehem».


Wir alle sind auf dem Weg nach Bethlehem. Der hl. Nikolaus von Myra möge uns begleiten.


Paul Rutz, Kaplan, Derendingen

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Der Herbst -

Symbol der Hoffnung?

Das Wetter verändert sich in diesen Tagen! Das Sonnenlicht wird weniger und dadurch geht die Temperatur zurück. Zusätzlich tritt in unseren Gegenden Nebel auf und die Stimmung wird ausser Haus noch kühler. Die Pflanzen verlieren ihre sommerliche Pracht und sterben bis auf die winterharten Wurzeln ab. Der Wind zerzaust Bäume und Sträucher und fegt die Blätter in alle Ecken unserer Dörfer. Dieses Sterben der Pflanzenwelt erinnert uns an das Sterben eines lieben Menschen
– an unseren eigenen Tod. Das stimmt viele Menschen traurig und belastet ihr Gemüt.

 

Hilde Domin kennt die herbstliche Stimmung und hält der allgemein schwermütigen Stimmung entgegen. Sie sieht im Blätterfallen schon den kommenden Frühling: «Es knospt unter den Blättern – das nennen sie Herbst.» Sie sieht den Kreislauf von vergehen und entstehen angelegt in der wunderbaren Schöpfung Gottes …
 

Ganz besonders fällt in diesen Tagen der gelb leuchtende Ginkgo auf. Auch unter seinen «Blättern» warten schon die Triebe des neuen Jahres. Der Ginkgo (lateinisch: Ginkgo biloba) ist ein Baum voller Besonderheiten und botanisch eine Rarität: Er sieht zwar aus wie ein Laubbaum, gehört jedoch zu den Nadelhölzern. Er gilt daher als «lebendes Fossil» und als eine der ältesten Baumarten der Welt. Die Wissenschaft schätzt, dass Urahnen des Ginkgos schon vor mehr als 200 Millionen Jahren grossflächig die Erde bedeckten. Er steht häufig in der Nähe von Heiligtümern und wird als Tempelbaum bezeichnet.
 

Der Ginkgo ist Symbol für Hoffnung, Fruchtbarkeit, Unbesiegbarkeit und Langlebigkeit. Er soll allen Widrigkeiten des Lebens trotzen. So soll er die Atombombe von Hiroshima (Japan 1945) überstanden haben. Den Menschen in Japan erschien dies wie ein Wunder und nun ist der Baum ein Zeichen der Wiedergeburt.
 

Für Christen steht Gott hinter dem Zyklus des Lebens. Gott ist der, der die Schöpfung trägt und hält. Er ist es auch, der uns nicht allein lässt, wenn das Abschiednehmen weh tut, wenn die grossen und kleinen Tode uns sprachlos machen. Er ist es, der dableibt, wenn wir schwer am Leben tragen – der uns neue Wege weist. Das ist nichts, was wir beweisen können. Aber wir können darauf
vertrauen: «Es knospt unter den Blättern. Das nennen sie Herbst …»

 

Hans-Peter Vonarburg, Gemeindeleiter ad interim Luterbach/Derendingen

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Jugend-Event "Krieg & Frieden"

Im November gibts wiederum ein spannendes Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren. Die Jugend-Events, die zweimal im Jahr angeboten werden, vereinen Unterwegssein, Action, Gemeinschaft und Spass mit einem schlichten Gottesdienst an einem besonderen Ort. Die ideale Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und mit Gleichaltrigen einen coolen Sonntag zu verbringen.


Der kommende Jugend-Event am 7. November setzt sich mit einem aktuellen Thema auseinander, das uns als Einzelperson wie auch als Gesellschaft immer wieder beschäftigt.


Wir werden in verschiedenen Facetten erleben, was es heisst, dem Frieden nachzujagen. Sei es beim Auftanken im Gottesdienst, beim Lasertag-Spiel oder beim geselligen Beisammensein.


Für die Teilnahme ist ein Covid-Zertifikat erforderlich.


Bei Interesse und Fragen aller Art meldet euch ungeniert bei uns.


Wir freuen uns!


Carmen Ammann und Pascal Eng


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Kommt ein Vogel geflogen...

Dass ein ganz bestimmter Vogel geflogen kommt, darauf hoffen wir in Aeschi. Wir halten Ausschau nach dem Mauersegler. Am Kirchturm von Aeschi warten zwölf Nistkästen, speziell für Mauersegler, darauf, von den faszinierenden Vögeln bezogen zu werden. Angebracht wurden die Nistkästen vom Natur- und Vogelschutzverein Etziken.


Mauersegler werden leicht mit Schwalben verwechselt. Allerdings gehören Mauersegler mit ihrem braunschwarzen Gefieder und ihrer hellen Kehle zur Familie der «Segler». Der Name ist Programm für die Flugakrobaten. Mit ihren schmalen, sichelförmigen Flügeln und ihren stromlinienartigen Körpern sind Mauersegler perfekt an das Leben in der Luft angepasst und gehören zu den
besten Fliegern unter den Vögeln. Bei ihren rasanten Flugmanövern können Mauersegler im Sturzflug Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h erreichen.

 

Fast sein ganzes Leben verbringt der Mauersegler in der Luft. Sogar Schlafen und Paarung geschehen im Flug. Selbst das Material für den Nestbau wie Gräser oder Federn sammelt er in der Luft zusammen. Nur in der Brutzeit nimmt der Mauersegler festen Boden unter die Krallen. Tagsüber jagen Mauersegler über den Dörfern und Feldern nach Insekten und Spinnen. Am Abend fliegen sie oft in Gruppen um die Häuser, wo sie gut an ihrem auffälligen «srieh-srieh»-Rufen erkennbar sind.


Die meiste Zeit des Jahres verbringen Mauersegler im südlichen Afrika. Zu uns kommen sie als Sommergäste von Ende April bis Anfang August zum Brüten und zur Aufzucht ihrer Jungen. Gefragte Nistplätze sind Hohlräume an Häusern, Brücken oder Kirchtürmen. Der Mauersegler bleibt dem einmal gewählten Nistplatz ein Leben lang treu – bis zu 20 Jahre lang. Nach 18–20 Tagen schlüpfen die Jungen und bleiben 6–8 Wochen im Nest. Diese Zeit nutzen sie unter anderem für
eine Art Krafttraining. Denn ihre Muskulatur muss stark genug sein, um sie nach dem Abflug aus dem Nest für fast ein Jahr ununterbrochen in der Luft zu tragen.

 

Die grösste Gefährdung erwächst den Mauerseglern aus der Zerstörung ihrer Brutplätze bei Renovationen alter Gebäude. Die Kirchgemeinde Aeschi hat sich entschieden, mit dem
Anbringen der Nistkästen am Kirchturm zum Schutz der eleganten Segler beizutragen. Die zwölf neuen «Loftwohnungen» am Kirchturm sind bereit für die gefiederten Bewohner. Sie müssen sie nur noch von den Mauerseglern entdeckt und bezogen werden.

 

Vielleicht im nächsten Sommer …

 

Petra Raber, Seelsorgerin


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SchöpfungsZeit

Der Verein «oeku Kirchen für die Umwelt» ruft vom 1. September bis zum 4. Oktober zu einer «SchöpfungZeit» auf – zu einer Zeit, in der wir uns besonders der Schöpfung Gottes erfreuen und weitere Initiativen ergreifen, um ihr noch stärker Sorge zu tragen.


Unsere Erde, die Schöpfung Gottes, ist Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. Die extremen Wetterereignisse in den vergangenen Wochen haben viele von uns wachgerüttelt: Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz sind Themen, die uns alle betreffen. Wir alle wollen unseren Kindern einen Planeten hinterlassen, auf dem sie gut leben können.


Dem Klima selbst ist es im Grunde gleichgültig, ob die Temperaturen steigen oder nicht. Doch unsere Lebensräume verändern sich. Höhere Durchschnittstemperaturen haben zur Folge, dass viele Gegenden der Erde zunehmend unwirtlich bis unbewohnbar werden – laut Klimafachleuten steigt dadurch die Wahrscheinlichkeit für extreme Wetterereignisse auch in der Schweiz massiv an. Es ist Zeit, dass wir alle umdenken und unseren Lebensstil, unsere Gewohnheiten und unser tägliches Handeln zugunsten des Klimaschutzes anpassen.


Klimaschutz, das ist nichts anderes als der Schutz des Lebensraumes von uns allen. Auch die Kirchen und ihre Mitglieder stehen in der Verantwortung. Schon 2015 hat Papst Franziskus in seinem Schreiben «Laudato si’», der ersten Öko-Enzyklika, darauf hingewiesen – ganz in der Tradition des heiligen Franz von Assisi, dessen Namen sich der Papst gegeben hat und dessen Fest wir am
4. Oktober feiern. «oeku Kirchen für die Umwelt» ist überzeugt, dass es unsere Aufgabe ist, in der von Gott geschaffenen Welt verantwortlich zu haushalten, als Menschen die empfindlichen, natürlichen Gleichgewichte zu respektieren und alle Mitgeschöpfe zu schützen. Neben der Aktion SchöpfungsZeit berät «oeku» Kirchgemeinden und Pfarreien in ihrer alltäglichen Umweltpraxis, z. B. mit Kursen «Energie sparen in Kirchen» oder «Kirchliches Umweltmanagement» (der nächste
startet im Oktober 2021), mit dem Umweltmanagement und -zertifikat «Grüner Güggel» oder mit Publikationen zum Thema. 1986 ist «oeku» aus dem ökumenischen Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung als ökumenischer Verein entstanden. Er will die Verant- wortung für die Erhaltung der Schöpfung im Leben und im Zeugnis der Kirchen tiefer verankern. Die Organisation verbindet Spiritualität mit Umweltpraxis, also mit dem konkreten Handeln.


Es ist das Ziel, auch nachfolgenden Generationen ein würdiges Leben in einer
intakten Schöpfung zu ermöglichen.

Gott, öffne uns die Augen, dass wir sehen, was zu sehen ist.
Öffne uns die Ohren, dass wir hören, was zu hören ist.
Öffne uns die Lippen, dass wir sagen, was zu sagen ist.
Öffne uns die Hände, dass wir ändern, was zu ändern ist.
Öffne uns die Zukunft, lass erscheinen in der Welt dein Reich.
(Katholisches Gesangbuch, Nr. 604.3)


Rosa Tirler, Pfarreiseelsorgerin Subingen

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Veränderungen

Das Leben ist geprägt von Veränderung. Wir als Menschen verändern uns und auch die Bibel schreibt immer wieder von Neuumbrüchen, Neuanfängen und Veränderungen. Egal wie sich diese Veränderungen auswirken, ist uns Gottes Zuwendung stets gewiss.

 

Für mich steht nun auch eine Veränderung an. Viele gute Momente im Pastoralraum Wasseramt und vor allem in den Pfarreien St. Josef Luterbach und Herz-Jesu Derendingen darf ich in Erinnerung behalten. Die vielfältigen Begegnungen sowie die Zusammenarbeit mit dem Team und den Pfarreigremien beider Pfarreien sind genauso wertvolle Erfahrungen wie das gemeinsame Feiern mit den Mitmenschen in den Gottesdiensten. Besonders eindrücklich waren für mich die Chrisammesse in der Kirche St. Josef, der Kirchweihgottesdienst in Derendingen, die Kreuzwegmeditation, welche vom Pfarreirat Luterbach erarbeitet wurde, und der Weg nach Emmaus. Dass die Zusammenarbeit von politischer Gemeinde und dem Kirchgemeinderat für die Ermöglichung der Tagesstruktur für Schülerinnen und Schüler in dieser Form möglich war, zeugt für mich von grosser christlicher und sozialer Kompetenz.


Die Entscheidung, vom Wasseramt Ost wegzugehen, fiel mir entsprechend nicht leicht, doch mitunter müssen wir Entscheidungen fällen, die so nicht geplant waren.


Ich danke für die Zeit, die ich mit den verschiedenen Menschen verbringen und etwas von ihrer Lebensgeschichte erfahren durfte. Es war mir eine Freude, in einer Pfarrei arbeiten zu dürfen, die ein zukunftsfähiges Kirchenbild lebt.


Pfarreiseelsorgerin Annelise Camenzind-Wermelinger

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Neuer Gemeindeleiter für

Luterbach und Derendingen

«In jedes Lebensalter treten wir als Neulinge und ermangeln darin der Erfahrung.»


Dieser Satz des französischen Schriftstellers und Moralisten François de la Rochefoucauld (+1680) begleitet Menschen ein Leben lang.


Auch wenn Menschen den lang ersehnten dritten Lebensabschnitt, den Ruhestand, erreicht haben und nun frei von Verpflichtungen ihren Hobbys nachgehen können, bleibt der Wunsch, teilweise in der Berufswelt tätig zu bleiben. Dies speziell dann, wenn die Freude an der Arbeit gross ist und
Arbeiter im Weinberg nötig sind.


Wie ich oben festgehalten habe, kommt mir zum Stellenantritt in den Pfarreien Luterbach und Derendingen der Satz von Rochefoucauld in den Sinn. Jeder Neubeginn führt durch das Tal der
Neulinge. Dabei ist für mich die Vorfreude auf die neue Aufgabe grösser als der Respekt, bringe ich doch Erfahrung in der Pfarreiarbeit mit.

 

Im Pastoralraum Wasseramt Ost viele Menschen kennenzulernen, mit ihnen eine Wegstrecke zu gehen und Freude und Schweres zu teilen, gibt mir Kraft, noch einmal neu zu beginnen.


Ich bin froh, dass ich meinen neuen Arbeitsplatz einfach von zu Hause aus erreichen kann. Aedermannsdorf liegt ja nur hinter dem Berg. Da wohne ich über 40 Jahre zusammen mit meiner
Frau Hedi, zwischen Dorf und grossen Wiesen. Unser Garten liefert einiges an Gemüse und Kräutern. Von da aus starten wir regelmässig auf Wanderungen durch den Jura. Natürlich besuchen
uns da auch unsere Söhne mit ihren Familien. Aedermannsdorf ist unser Ort des Auftankens und der Ruhe …


Ab dem 1. August werde ich also den Dienst in den Pfarreien Luterbach und Derendingen antreten. Das lässt sich – da ich vor Ort als Neuling beginne – so einfach schreiben. Was das für mich bedeutet, werden Sie sich jetzt fragen. Das könnte mit einer Bergtour verglichen werden. Nicht einfach ein Spaziergang – nein, eine Tour mit allen Schönheiten, Steigungen und vielleicht auch kleinen Kletterpartien.


Miteinander auf dem Weg sein! Dann, wenn es Freude macht – aber auch dann, wenn es uns den Atem nimmt. Miteinander ins Gespräch kommen, auf einander hören und gemeinsam den Weg gehen, der auf uns zukommt. Dass wir unseren Lebensweg dann noch im Lichte der befreienden
Botschaft von Jesus Christus betrachten können und uns von IHM begleitet wissen, ist ein 

Geschenk, das wir als feiernde Gemeinde dankbar annehmen wollen.

 

Deshalb freue ich mich auf den neuen Lebensabschnitt – gemeinsam mit Ihnen …


Hans-Peter Vonarburg, Diakon

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Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) ruft zusammen mit der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) in Zeiten der Coronavirus-Krise zu einem gemeinsamen Zeichen der Hoffnung auf

 

Die evangelisch-reformierte Kirche und die römisch-katholische Kirche in der Schweiz wollen in Zeiten der Coronavirus-Krise zusammen ein Zeichen der Verbundenheit, Gemeinschaft und Hoffnung setzen. Bis Gründonnerstag sollen im ganzen Land jeweils am Donnerstagabend um 20 Uhr Kerzen auf den Fenstersimsen entzündet werden. Die Menschen sind zum gemeinsamen Gebet eingeladen.

 

Ökumenische Aktion: Gemeinsam beten und Kerzen anzünden

Um ein Zeichen der Hoffnung und der Verbundenheit zu setzen, rufen die SBK und die EKS in einer gemeinsamen Botschaft alle Gläubigen auf, jeweils donnerstags um 20 Uhr eine Kerze anzuzünden und sie sichtbar vor einem Fenster ihres Hauses oder ihrer Wohnung zu platzieren und etwas zu beten, beispielsweise ein Vaterunser: für die am Virus Erkrankten, für die im Gesundheitswesen Arbeitenden und für alle Menschen, die angesichts der aktuellen Lage zu vereinsamen drohen.

 

«Für sie alle bitten wir um Gottes Beistand und drücken so unsere Verbundenheit mit ihnen aus», so der Präsident der SBK, Mgr. DDr. Felix Gmür.

 

Ein Lichtermeer der Hoffnung soll sich so durch das ganze Land ziehen. Diese Aktion dauert bis Gründonnerstag.

 

«Kirche ist mehr als ein Haus – sie ist ein Auftrag, für einander zu sorgen, in der Bedrohung jetzt erst recht», sagt der Präsident der EKS, Dr. Gottfried Locher.

 

Ökumenische Aktion: Gemeinsam die Glocken läuten

Die Sorge um die Menschen in unserem Land geht weiter: An Gründonnerstag sollen zum Abendgebet um 20 Uhr alle Glocken der beiden Kirchen läuten, ebenso am Ostersonntag.

 

Freiburg, 18.3.2020

Dr. Erwin Tanner-Tiziani

Generalsekretär