Wassertropfen

HERZLICH WILLKOMMEN


IM PASTORALRAUM WASSERAMT OST

Liebe Pfarreiangehörige im Pastoralraum Wasseramt Ost
Liebe Gäste

 

Willkommen zu einem «Spaziergang» in unserer Homepage!

Unser Pastoralraum Wasseramt Ost («PaWa-Ost») befindet sich im Osten des Bezirkes Wasseramt im Kanton Solothurn,

umfasst um die 8000 Katholikinnen und Katholiken und gehört zum Bistum Basel.

 

Der Pastoralraum besteht aus den sechs Kirchgemeinden und Pfarreien:

 

  • St. Anna Aeschi SO,

  • Maria Himmelfahrt Deitingen

  • Herz Jesu Derendingen

  • St. Josef Luterbach

  • St. Urs und Viktor Subingen und

  • St. Martin Zuchwil

Gerne weise ich Sie auf die Hinweise und Artikel unten und auf die Bereiche oben in der Liste hin. Klicken Sie diese an, ich wünsche Ihnen einen informativen Gang durch die Homepage.

 

«Den Glauben ins Spiel bringen» – dafür setzen wir uns ein. Ein lebendiges Miteinander und der Austausch mit Ihnen ist uns sehr wichtig. Daher freuen wir uns über Anregungen und Rückmeldungen und danken Ihnen für Ihr Interesse. 

 

Ich wünsche Ihnen Gottes Segen.
 

Pastoralraumpfarrer Beat Kaufmann

Du - ich - zusammen sind wir unterwegs

 

Aktuelles

Herzlichen Willkommensgruss
und Dank

Wir sagen Annelise Camenzind-Wermelinger einen herzlichen Willkommensgruss. Die Angehörigen der beiden Pfarreien Luterbach und Derendingen und das Seelsorgeteam des Pastoralraumes Wasseramt-Ost sind froh, dass mit Frau Camenzind eine erfahrende Seelsorgerin uns begleiten wird und mit uns zusammenarbeiten wird.

 

 

 

Thomas Faas wünschen wir gute, gesegnete Zeit, gutes Einleben in den Pensioniertenstand und weiter gute Erholung nach den gesundheitlichen Beschwerden. Ihm gilt ein grosser Dank für seine initiative Tätigkeit in den beiden Pfarreien Derendingen und Luterbach sowie im Seelsorgeteam des Pastoralraumes.

 

 

Nach den Wechseln von Pfarrer Valentine Koledoye ins Bischofsvikariat St. Urs als Bischofsvikar und der bevorstehenden Pension von Thomas Faas sind wir froh, die beiden Seelsorgestellen mit Annelise Camenzind und Pascal Eng mit guten Leuten ausgefüllt zu wissen.

Beat Kaufmann, Pastoralraumpfarrer

Kirche und Konzernverantwortung

«Bewahrung der Schöpfung» und «Nächstenliebe» – auf diesen beiden zentralen Anliegen der biblischen Botschaft unseres christlichen Glaubens gründet die Konzernverantwortungsinitiative.

 

Die schweizerische Bischofskonferenz, die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz, die Schweizerische Evangelische Allianz, der Verband der Freikirchen Schweiz und viele christliche Hilfswerke und Umweltorganisationen unterstützen daher die Initiative. Diese wurde vor ziemlich genau vier Jahren eingereicht und gelangt nun in Kürze nach den Beratungen im Nationalrat und Ständerat zur Abstimmung.

 

Ein grosser Teil der Schweizer Unternehmen wirtschaftet korrekt. Aber leider gibt es immer wieder Konzerne, die Menschenrechte und Umwelt missachten. Die Initiative will mit ihren Anliegen solchen Geschäftspraktiken mit traurigen Konsequenzen für betroffene Menschen und Umwelt ein Ende setzen und die Konzerne in die Verantwortung nehmen.

 

Wie Grosskonzerne gegen Menschenrechte verstossen und die Umwelt belasten, zeigt eindrücklich der Dokumentarfilm «Der Konzernreport».

 

Der Pfarreirat Deitingen lädt dazu ein, diesen informativen Film anzusehen (Details siehe unten).

 

 

 

Info-Film zur Konzern-verantwortungsinitiative

Der 38 Minuten dauernde Film kann in der Kirche Deitingen am

 

Freitag, 30. Oktober 2020, zu jeder vollen Stunde:

 

17.00 Uhr, 18.00 Uhr, 19.00 Uhr, 20.00 Uhr

 

angesehen werden. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

 

Pfarreirat Deitingen

Nachfolgelösung

Luterbach und Derendingen

Liebe Pfarreiangehörige

 

In unserem Dasein gibt es immer wieder viel Neues zu entdecken. So freue ich mich, ab Oktober 2020, in der Pfarrei St. Josef Luterbach sowie in der Pfarrei Herz Jesu Derendingen, die Aufgaben als Seelsorgerin und Koordinatorin aufzunehmen. Ich freue mich auf vielfältige Begegnungen, auf das Entdecken einer, für mich eher unbekannten, Landschaft und das gemeinsame Unterwegssein in Lebens- und Glaubensfragen.

 

Aufgewachsen bin ich in Bern. Wo ich auch in verschiedenen Ausbildungs- und Wirkungsstätten Erfahrungen sammeln konnte. Zunächst war ich als technische Zeichnerin unterwegs, danach längere Zeit als Katechetin/Religionspädagogin und Jugendarbeiterin. Nach dem Studium der Theologie- und Religionswissenschaft in Fribourg führte mich der Weg nach Langnau im Emmental, wo ich die Aufgaben als Seelsorgerin und Gemeindeleiterin übernahm.

 

Ich bin verheiratet, habe 3 erwachsene Kinder, 5 Enkelkinder und wohne in Schwarzenburg.

 

Was mich bewegt, sind Menschen und ihre mannigfaltigen Lebensgeschichten, kirchenhistorische Ereignisse, die sich in der Literatur auf vielfältige Weise spiegeln und eine Kirche, die im Sinne des 2. Vatikanums und der Synode 72, die «Fenster öffnet», damit eine Gemeinschaft von Christen in der heutigen Zeit, Kirche gemeinsam gestalten können. Denn so wie in einer gesunden Landschaft die Artenvielfalt unentbehrlich ist, so brauchen wir auch in unserer Glaubenslandschaft eine Diversität, damit alle Menschen mit ihren vielfältigen Glaubenserfahrungen sich beheimatet fühlen können.

 

Neugierig auf Ihre Fragen, Hoffnungen und Erwartungen,
grüsse ich herzlich

 

Annelise Camenzind-Wermelinger

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Wanderausstellung Missio

In unserem Pastoralraum Wasseramt Ost werden in der Zeit vom 15. September

bis am 13. November mehrere Plakatwände mit Zitaten aus «Evangelii gaudium»

von Papst Franziskus zirkulieren. Diese werden in den Kirchen und Pfarreiheimen

für eine gewisse Zeit platziert und können zu folgenden Zeiten besichtigt werden:

 

Zuchwil – 15. bis 29. September

Luterbach – 29. September bis 6. Oktober

Derendingen – 6. bis 20. Oktober

Aeschi – 20. bis 27. Oktober

Subingen – 27. Oktober bis 3. November

Deitingen – 3. bis 12. November

 

Wir freuen uns, wenn Sie sich von den Zitaten und den starken Worten des

Papstes inspirieren lassen!

 

Seelsorge-Team Pawa Ost

 

 

Leben

„Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.“

 

Warum bevorzugen Menschen eher weltliche Ziele als Ziele Gottes? Die Antwort finden wir in der Gesellschaft, in der wir leben und wo es geradezu ein Programm ist, nur das zu suchen, was die anderen wollen.

Wir leben in einer Welt, in der vieles auf uns einwirkt. Ich denke dabei an Medien, Werbung, Politik und vieles mehr. All dies bestimmt unsere Kultur und unseren Lebensstil.

Man gibt sich Mühe, alle zu überzeugen. Wir glauben nur glücklich werden zu können, wenn man sich dieses oder jenes kaufen kann, wenn man sich grossartige und teure Urlaube leisten kann oder wenn man den perfekten Partner an seiner Seite hat.

Wie streben schon beihnahe krankhaft nach allem was verspricht uns glücklicher zu machen.

Für kurze Zeit klappt dies meistens auch, doch um die anschliessende Leere nach einem kurzen Erfolg zu füllen, streben wir weiter nach masslosen und belanglosen Dingen.

Gelingt es uns nicht dieses angebliche Glück zu erlangen verzweifeln wir schnell Je mehr wir nach all diesen uns scheinbar glücklich machenden Dingen streben, umso mehr verlieren wir uns selbst auf dem Weg dorthin und vergessen was „Glücklich sein“ wahrlich meint.

Leider sind diese Denk- und Handlungsmuster stark verankert in unserer heutigen, materiellen und multiplen Gesellschaft.

Sie sind es, die uns zu einem vorprogrammierten Menschen machen:

Zu einem Menschen, der sich über Ansehen, Eigentum, Erfolg und Leistung definieren lässt.

 

Um diese Programmierung loswerden zu können braucht es Mut.

Es braucht ein anderes Denken und einen veränderten Lebensstil - ein Kontrastprogramm.

Wir können uns in die Stille zurückziehen und unser Gebet an Gott richten. Der Geist Gottes wirkt in uns. Er leitet uns, damit wir unser Glück nicht in unbedeutenden Sachen, in Illusionen suchen.

 

Unser Glück ist durch Gott in Reichweite. Aber es gibt eine Bedingung:

Wir sollen zufrieden sein mit dem, was wir haben.

Der Geist Gottes zeigt uns den Weg der Liebe, den Weg des Dienens, den Weg der Vergebung und Barmherzigkeit.

 

Das sind Werte, die unser Leben gesünder und zufriedener machen. Das sind Werte, die göttliches in sich haben.

 

So kann man die Bedeutung des Satzes von Jesus verstehen:

Wer das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Wer sich nur nach dem Zeitgeist ausrichtet, wird enttäuscht werden. Wer sein Leben nach dem Evangelium ausrichtet, wird Licht im Leben und Ruhe in seiner Seele finden. Immer, wenn wir uns an Gott wenden, so kommen wir der Grundwahrheit unseres Daseins ein kleines Schrittchen näher.

 

Carmen Ammann, Religionspädagogin

 

 

Dank und Abschied

«Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich»

 

Das war Thema des Einführungsgottesdienstes, in dem meine Frau Marieluise und ich vor 9 Jahren begrüsst wurden - das Bild vom Weinstock und den fruchttragenden Reben. «Wir sind die Früchte am Weinstock, die Trauben. Und es ist ein ganz besonderer Rebstock mit vielen sehr unterschied-lichen Früchten. Wir sind alle sehr unterschiedlich und haben sehr viele unterschiedliche, von Gott geschenkt und von seinem guten Geist geförderte Begabungen. Durch uns kommen Menschen auf den Geschmack am Reich Gottes. Wir dürfen als spannende «Cuvée» anderen Menschen Lust auf mehr machen. Jesus traut uns zu, dass wir Gottes Reich der Gerechtigkeit und des Friedens erfahrbar machen!“ – so führte ich in meiner Predigt aus.

 

Viele, die mich in diesen 9 Jahren kennen gelernt haben, wissen um meine Begeisterung für einen guten Wein – für einen Non Filtré vom Neuenburger See oder einen Chasselas vom Bieler See. Für guten Wein braucht es Rebstöcke mit guten Wurzeln und eine gute und intensive Pflege; auch die Kellerwirtschaft ist entscheidend.

 

So ist es auch in der Seelsorge und der pastoralen Arbeit in den Pfarreien. Ich erinnere gerne die ersten Taufen, Trauung, ja auch die traurigen Anlässe wie Todesfälle sind mir teils noch in wacher Erinnerung. Sehr viele Menschen und Gruppen haben mich in diesen 9 Jahren begleitet und unterstützt. Meine Arbeit wurde von allen sehr geschätzt und das hat mir gut getan.

Herzlichen Dank dafür.

 

Und dann hat mich vor einigen Tagen die neue Instruktion « Die pastorale Umkehr der Pfarr-gemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche» aus Rom geärgert – aber nur kurz; denn dann habe ich mir gedacht: Warum nicht den ersten Teil sehr ernst nehmen und den missionarischen Auftrag der Pfarrei neu entdecken und umsetzen. Die Pfarreien sind der lebendige Boden, auf dem der Glauben an Jesus wächst und gedeiht. Die Zeichen der Zeit gilt es zu sehen und selbst neue Zeichen in unserer Welt zu setzen – eine neue Kultur der Begegnung ist zu ent-wickeln; jede und jeder, ganz unterschiedlich von Herkunft, Sprache und Kultur, soll die Pfarrei als einen Ort der Nähe, des Innehaltens und Kraftschöpfens erfahren. Das ist wahrlich eine neue «Cuvée». Es reicht nicht, neuen Wein in alte Schläuche zu füllen, sondern wir dürfen, ja wir müssen, innovativ, geistbeseelt in unserem Pfarreileben sein.

 

Jetzt steht mein Abschied bevor und ich wünsche euch und Ihnen allen weiterhin den guten Geist Gottes in den Pfarreien des Pastoralraums.

 

Thomas Faas, Gemeindeleiter Luterbach und Derendingen

Aufbruch ins Wasseramt

Liebe Weggefährtinnen und Weggefährten aus dem Pastoralraum,

 

mit diesem Bild habe ich mich Ende Juni von den Menschen in Schaffhausen verabschiedet und
mit demselben Bild möchte ich Sie nun gerne grüssen!

 

Nein, natürlich habe ich die Strecke von Schaffhausen nach Zuchwil nicht zu Fuss zurückgelegt
– obwohl eine Flusswanderung dem Rhein und der Aare entlang sicherlich reizvoll gewesen wäre. Und doch sind mir Wanderutensilien nicht fremd. Ich bin sehr gerne zu Fuss unterwegs und geniesse es, auf diese Weise neue Landschaften zu entdecken und Menschen zu begegnen.

 

Als ich vor über einem Jahr in der St.-Ursen-Kathedrale in Solothurn zum Priester geweiht wurde und alsbald meine erste Messe in meiner Heimatgemeinde Niedergösgen gefeiert habe, hat mich folgender Spruch begleitet: «Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete?» (Lk 24,32)

 

Die Bibelstelle stammt aus der berühmten Emmaus-Geschichte. Zwei Jünger, die nach den traurigen Ereignissen in Jerusalem resignieren. Auf ihrem Weg nach Emmaus tritt der Auferstandene unerkannt an ihre Seite und zeigt ihnen neue Perspektiven auf.

 

Ich finde es eine wunderschöne Vorstellung, dass wir uns Christinnen und Christen als eine solche Weggemeinschaft verstehen dürfen, einen Weg, den Christus bedingungslos mitgeht. Der Pastoralraum Wasseramt-Ost hat sich ja sinnigerweise das Motto «gemeinsam unterwegs» auf die Fahne geschrieben. Das ist ganz in meinem Sinn und ermutigt mich!

 

Als neuer Pfarrer von Zuchwil freue ich mich daher sehr, mich auch im Pastoralraum einbringen und Teil des Seelsorgeteams sein zu dürfen. In der engeren Zusammenarbeit zwischen den Pfarreien sehe ich viele Chancen.

 

Der Abschied aus Schaffhausen – von Land und Leuten – fiel mir nicht leicht. Denn lieb gewonnene Menschen und Aufgaben lässt man nicht gerne los. Und doch bin ich frohen Mutes ins Wasseramt aufgebrochen. Ich bin froh um den prall gefüllten Rucksack, den ich nun in meiner neuen Tätigkeit einsetzen darf.

 

Bis zu meinem Start Mitte August zieht es mich übrigens für eine Weile in die Berge – mit Lederhut und Rucksack. Ich freue mich, anschliessend auch mit Ihnen unterwegs sein zu dürfen, zwar vor Ort, im Tiefland, aber mit hoffnungsfrohen Schritten. Denn Christus wird den Weg mitgehen, wenn wir das Leben mit ihm teilen.

 

Wir sehen uns!

 

Pfarrer Pascal Eng

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Gottsuche im Online-Modus

«Möge sich in dieser Woche der Himmel für euch ein Stück öffnen.» Dieser Wunsch des Ausbildungsteams

St. Beat stand am Anfang einer Exerzitienwoche Mitte Mai. Er galt meinen 20 Kolleginnen und Kollegen in der Berufseinführung und auch mir. Eigentlich kein ungewöhnlicher Wunsch für eine Woche, in der es darum
geht, Gott näher zu kommen. Ungewöhnlich dagegen war das Setting, in dem dieser Wunsch ausgesprochen wurde. Er erreichte alle am Computerbildschirm.

 

Geplant war es ursprünglich anders – wie so vieles in dieser Corona-Zeit. Ich hatte mich auf fünf Tage Schweigeexerzitien im Haus Stella Matutina in Hertenstein
gefreut, auch weil es die letzte Kurswoche mit meinen Kollegen und Kolleginnen der Berufseinführung war. In Zeiten von Corona sind Anlässe mit über 20 Personen «natürlich» nicht möglich. Stattdessen Online-Exerzitien zu Hause! Ob das funktionieren würde? Ich war skeptisch. Zudem war mein Bedarf an Schweigen und Rückzug in die eigenen vier Wände nach 10 Wochen allein im Homeoffice mehr als gedeckt.

 

Montagvormittag – Notebook aufklappen, ins Zoom-Meeting einloggen, die Exerzitienwoche beginnt. 24 Personen sind auf dem Bildschirm zu sehen. Für jede(n) gibt es ein paar Quadratzentimeter Raum. Es ist schön, die anderen zu
sehen, aber irgendwie auch unwirklich. Im Laufe des Meetings wechseln einige den Einstellungsmodus. Bild weg, dafür ist eine schwarze Fläche mit dem Benutzernamen zu sehen. Das lässt Platz für Fantasien. Gedanken gehen mir durch den Kopf wie – Mit was beschäftigt sich diese Person jetzt? Eine E-Mail beantworten, aufs Klo gehen, sich etwas zu trinken holen …? Die Versuchung ist gross – auch für mich – das Bild zu deaktivieren und mich damit aus dem Austausch auszuklinken.

 

Trotzdem sind diese täglichen Zoom-Meetings mit meiner Kleingruppe wichtiger Bestandteil dieser Exerzitienwoche. Es tut gut, sich zumindest digital sehen zu können und zu spüren, wir sind zwar an verschiedenen Orten, aber doch irgendwie zusammen auf dem Weg durch diese Exerzitientage.

 

Aber das Gefühl, dass etwas Wesentliches bei diesen Online-Begegnungen fehlt,
bleibt. Die persönliche Begegnung ist ein hochkomplexes zwischenmenschliches Geschehen. Bei einem Zoom-Meeting, bei dem ich nur den kleinen Ausschnitt der Webcam von meinem Gegenüber sehe, bleiben die feinen Zwischentöne auf der Strecke. Der Psychiater und Philosoph Thomas Fuchs schreibt zu diesem  Phänomen: «Menschen sind resonanz- und berührungsbedürftige Wesen. Sie brauchen die leibliche Gegenwart anderer Menschen, sonst trocknen sie aus wie Pflanzen im Sand.» Diese Resonanz ist online nur bedingt möglich. Kein Emoticon kann das direkte Erleben der Emotionen ersetzen. Die reale Begegnung bringt in uns mehr zum Schwingen, als es online möglich ist. Es geht auch um Energie, die fliesst oder eben nicht. Wo es vor allem um Informationsaustausch geht, mag eine Videokonferenz eine gute Option sein. Bei allem was tiefer geht, wo es um Austausch, Emotionen, wo es um den ganzen Menschen geht, lässt sich online die Intensität einer persönlichen Begegnung nicht wirklich erreichen.

 

Mein Fazit am Ende dieser Exerzitienwoche: Online-Exerzitien sind entgegen meiner anfänglichen Skepsis möglich. Aber die persönliche Begegnung und das Getragensein innerhalb der Gruppe lässt sich – Gott sei Dank – mit keiner Technik
ersetzen.


Petra Raber, Pfarreiseelsorgerin i.A.

 

 

Coronavirus betrifft auch die Kirchen

Informationen des Bistums Basel

Wieder öffentliche Gottesdienste

Ab 28. Mai sind wieder öffentliche Gottesdienste möglich. Bis zum Erscheinen des nächsten Kirchenblattes informieren Sie sich über aktuelle Gottesdienste, indem Sie den folgenden Button «Pfarreien» anklicken und dort sich in der Homepage Ihrer Pfarrei orientieren.

 

Kontakt

Pastoralraum-Sekretariat

Pastoralraum-Pfarrer a.i.

Beat Kaufmann

 

Röm.-kath. Pfarramt Zuchwil

Hauptstrasse 32

4528 Zuchwil

Tel. 032 685 32 82

pawaost(at)pfarrei-zuchwil.ch

Haben Sie Fragen oder Anregungen?

Gerne dürfen Sie mittels untenstehendem Formular oder auch telefonisch mit uns Kontakt aufnehmen.

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