Liebe Pfarreiangehörige im Pastoralraum Wasseramt Ost
Liebe Gäste

 

Willkommen zu einem «Spaziergang» in unserer Homepage!

Unser Pastoralraum Wasseramt Ost («PaWa-Ost») befindet sich im Osten des Bezirkes Wasseramt im Kanton Solothurn,

umfasst um die 8000 Katholikinnen und Katholiken und gehört zum Bistum Basel.

 

Der Pastoralraum besteht aus den sechs Kirchgemeinden und Pfarreien:

 

  • St. Anna Aeschi SO,

  • Maria Himmelfahrt Deitingen

  • Herz Jesu Derendingen

  • St. Josef Luterbach

  • St. Urs und Viktor Subingen und

  • St. Martin Zuchwil

Gerne weise ich Sie auf die Hinweise und Artikel unten und auf die Bereiche oben in der Liste hin. Klicken Sie diese an, ich wünsche Ihnen einen informativen Gang durch die Homepage.

 

«Den Glauben ins Spiel bringen» – dafür setzen wir uns ein. Ein lebendiges Miteinander und der Austausch mit Ihnen ist uns sehr wichtig. Daher freuen wir uns über Anregungen und Rückmeldungen und danken Ihnen für Ihr Interesse. 

 

Ich wünsche Ihnen Gottes Segen.
 

Pastoralraumpfarrer Beat Kaufmann

 

Aktuelles

Gebet in Vorbereitung auf das Pfingstfest

 

Es gibt eine schöne geistliche Übung, nämlich die neun Tage zwischen Christi Himmelfahrt und dem Fest der Ausgiessung des Heiligen Geistes (Pfingsten), mit einer täglichen Betrachtung zu bereichern und sich so betend auf Pfingsten vorzubereiten.

 

Folgend eine sogenannte Pfingstnovene. Sie wurde von der Theologin Sybille Hardegger erarbeitet. Sie hat die täglichen Betrachtungen mit Erinnerungen an und Gedanken von bemerkenswerten Christinnen und Christen gestaltet.

 

Sie könne die Hinführung und die einzelnen Tage je anklicken:

Wieder öffentliche Gottesdienste

Ab 28. Mai sind wieder öffentliche Gottesdienste möglich. Bis zum Erscheinen des nächsten Kirchenblattes informieren Sie sich über aktuelle Gottesdienste, indem Sie den folgenden Button «Pfarreien» anklicken und dort sich in der Homepage Ihrer Pfarrei orientieren.

Coronavirus betrifft auch die Kirchen

Informationen des Bistums Basel

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) ruft zusammen mit der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) in Zeiten der Coronavirus-Krise zu einem gemeinsamen Zeichen der Hoffnung auf

 

Die evangelisch-reformierte Kirche und die römisch-katholische Kirche in der Schweiz wollen in Zeiten der Coronavirus-Krise zusammen ein Zeichen der Verbundenheit, Gemeinschaft und Hoffnung setzen. Bis Gründonnerstag sollen im ganzen Land jeweils am Donnerstagabend um 20 Uhr Kerzen auf den Fenstersimsen entzündet werden. Die Menschen sind zum gemeinsamen Gebet eingeladen.

 

Ökumenische Aktion: Gemeinsam beten und Kerzen anzünden

Um ein Zeichen der Hoffnung und der Verbundenheit zu setzen, rufen die SBK und die EKS in einer gemeinsamen Botschaft alle Gläubigen auf, jeweils donnerstags um 20 Uhr eine Kerze anzuzünden und sie sichtbar vor einem Fenster ihres Hauses oder ihrer Wohnung zu platzieren und etwas zu beten, beispielsweise ein Vaterunser: für die am Virus Erkrankten, für die im Gesundheitswesen Arbeitenden und für alle Menschen, die angesichts der aktuellen Lage zu vereinsamen drohen.

 

«Für sie alle bitten wir um Gottes Beistand und drücken so unsere Verbundenheit mit ihnen aus», so der Präsident der SBK, Mgr. DDr. Felix Gmür.

 

Ein Lichtermeer der Hoffnung soll sich so durch das ganze Land ziehen. Diese Aktion dauert bis Gründonnerstag.

 

«Kirche ist mehr als ein Haus – sie ist ein Auftrag, für einander zu sorgen, in der Bedrohung jetzt erst recht», sagt der Präsident der EKS, Dr. Gottfried Locher.

 

Ökumenische Aktion: Gemeinsam die Glocken läuten

Die Sorge um die Menschen in unserem Land geht weiter: An Gründonnerstag sollen zum Abendgebet um 20 Uhr alle Glocken der beiden Kirchen läuten, ebenso am Ostersonntag.

 

Freiburg, 18.3.2020

Dr. Erwin Tanner-Tiziani

Generalsekretär

Aufbruch ins Wasseramt

Liebe Weggefährtinnen und Weggefährten aus dem Pastoralraum,

 

mit diesem Bild habe ich mich Ende Juni von den Menschen in Schaffhausen verabschiedet und
mit demselben Bild möchte ich Sie nun gerne grüssen!

 

Nein, natürlich habe ich die Strecke von Schaffhausen nach Zuchwil nicht zu Fuss zurückgelegt
– obwohl eine Flusswanderung dem Rhein und der Aare entlang sicherlich reizvoll gewesen wäre. Und doch sind mir Wanderutensilien nicht fremd. Ich bin sehr gerne zu Fuss unterwegs und geniesse es, auf diese Weise neue Landschaften zu entdecken und Menschen zu begegnen.

 

Als ich vor über einem Jahr in der St.-Ursen-Kathedrale in Solothurn zum Priester geweiht wurde und alsbald meine erste Messe in meiner Heimatgemeinde Niedergösgen gefeiert habe, hat mich folgender Spruch begleitet: «Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete?» (Lk 24,32)

 

Die Bibelstelle stammt aus der berühmten Emmaus-Geschichte. Zwei Jünger, die nach den traurigen Ereignissen in Jerusalem resignieren. Auf ihrem Weg nach Emmaus tritt der Auferstandene unerkannt an ihre Seite und zeigt ihnen neue Perspektiven auf.

 

Ich finde es eine wunderschöne Vorstellung, dass wir uns Christinnen und Christen als eine solche Weggemeinschaft verstehen dürfen, einen Weg, den Christus bedingungslos mitgeht. Der Pastoralraum Wasseramt-Ost hat sich ja sinnigerweise das Motto «gemeinsam unterwegs» auf die Fahne geschrieben. Das ist ganz in meinem Sinn und ermutigt mich!

 

Als neuer Pfarrer von Zuchwil freue ich mich daher sehr, mich auch im Pastoralraum einbringen und Teil des Seelsorgeteams sein zu dürfen. In der engeren Zusammenarbeit zwischen den Pfarreien sehe ich viele Chancen.

 

Der Abschied aus Schaffhausen – von Land und Leuten – fiel mir nicht leicht. Denn lieb gewonnene Menschen und Aufgaben lässt man nicht gerne los. Und doch bin ich frohen Mutes ins Wasseramt aufgebrochen. Ich bin froh um den prall gefüllten Rucksack, den ich nun in meiner neuen Tätigkeit einsetzen darf.

 

Bis zu meinem Start Mitte August zieht es mich übrigens für eine Weile in die Berge – mit Lederhut und Rucksack. Ich freue mich, anschliessend auch mit Ihnen unterwegs sein zu dürfen, zwar vor Ort, im Tiefland, aber mit hoffnungsfrohen Schritten. Denn Christus wird den Weg mitgehen, wenn wir das Leben mit ihm teilen.

 

Wir sehen uns!

 

Pfarrer Pascal Eng

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Gottsuche im Online-Modus

«Möge sich in dieser Woche der Himmel für euch ein Stück öffnen.» Dieser Wunsch des Ausbildungsteams

St. Beat stand am Anfang einer Exerzitienwoche Mitte Mai. Er galt meinen 20 Kolleginnen und Kollegen in der Berufseinführung und auch mir. Eigentlich kein ungewöhnlicher Wunsch für eine Woche, in der es darum
geht, Gott näher zu kommen. Ungewöhnlich dagegen war das Setting, in dem dieser Wunsch ausgesprochen wurde. Er erreichte alle am Computerbildschirm.

 

Geplant war es ursprünglich anders – wie so vieles in dieser Corona-Zeit. Ich hatte mich auf fünf Tage Schweigeexerzitien im Haus Stella Matutina in Hertenstein
gefreut, auch weil es die letzte Kurswoche mit meinen Kollegen und Kolleginnen der Berufseinführung war. In Zeiten von Corona sind Anlässe mit über 20 Personen «natürlich» nicht möglich. Stattdessen Online-Exerzitien zu Hause! Ob das funktionieren würde? Ich war skeptisch. Zudem war mein Bedarf an Schweigen und Rückzug in die eigenen vier Wände nach 10 Wochen allein im Homeoffice mehr als gedeckt.

 

Montagvormittag – Notebook aufklappen, ins Zoom-Meeting einloggen, die Exerzitienwoche beginnt. 24 Personen sind auf dem Bildschirm zu sehen. Für jede(n) gibt es ein paar Quadratzentimeter Raum. Es ist schön, die anderen zu
sehen, aber irgendwie auch unwirklich. Im Laufe des Meetings wechseln einige den Einstellungsmodus. Bild weg, dafür ist eine schwarze Fläche mit dem Benutzernamen zu sehen. Das lässt Platz für Fantasien. Gedanken gehen mir durch den Kopf wie – Mit was beschäftigt sich diese Person jetzt? Eine E-Mail beantworten, aufs Klo gehen, sich etwas zu trinken holen …? Die Versuchung ist gross – auch für mich – das Bild zu deaktivieren und mich damit aus dem Austausch auszuklinken.

 

Trotzdem sind diese täglichen Zoom-Meetings mit meiner Kleingruppe wichtiger Bestandteil dieser Exerzitienwoche. Es tut gut, sich zumindest digital sehen zu können und zu spüren, wir sind zwar an verschiedenen Orten, aber doch irgendwie zusammen auf dem Weg durch diese Exerzitientage.

 

Aber das Gefühl, dass etwas Wesentliches bei diesen Online-Begegnungen fehlt,
bleibt. Die persönliche Begegnung ist ein hochkomplexes zwischenmenschliches Geschehen. Bei einem Zoom-Meeting, bei dem ich nur den kleinen Ausschnitt der Webcam von meinem Gegenüber sehe, bleiben die feinen Zwischentöne auf der Strecke. Der Psychiater und Philosoph Thomas Fuchs schreibt zu diesem  Phänomen: «Menschen sind resonanz- und berührungsbedürftige Wesen. Sie brauchen die leibliche Gegenwart anderer Menschen, sonst trocknen sie aus wie Pflanzen im Sand.» Diese Resonanz ist online nur bedingt möglich. Kein Emoticon kann das direkte Erleben der Emotionen ersetzen. Die reale Begegnung bringt in uns mehr zum Schwingen, als es online möglich ist. Es geht auch um Energie, die fliesst oder eben nicht. Wo es vor allem um Informationsaustausch geht, mag eine Videokonferenz eine gute Option sein. Bei allem was tiefer geht, wo es um Austausch, Emotionen, wo es um den ganzen Menschen geht, lässt sich online die Intensität einer persönlichen Begegnung nicht wirklich erreichen.

 

Mein Fazit am Ende dieser Exerzitienwoche: Online-Exerzitien sind entgegen meiner anfänglichen Skepsis möglich. Aber die persönliche Begegnung und das Getragensein innerhalb der Gruppe lässt sich – Gott sei Dank – mit keiner Technik
ersetzen.


Petra Raber, Pfarreiseelsorgerin i.A.

 

 

Mit «Enkeltauglich Leben» die eigene Welt nachhaltig mitgestalten

​Bei diesem sechsteiligen spielerischen Workshop lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ihr Leben zum Positiven zu verändern – für sich selbst, ihre Mitwelt, ihre Umwelt und auch für spätere Generationen. – weitere Infos unter www.enkeltauglich-leben.org

 

Seit Februar trifft sich in unserem Pastoralraum eine siebenköpfige Gruppe monatlich (leider durch Corona nun unterbrochen, doch wir bleiben dran!) zu den Themen Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Solidarität und Demokratie. Die zentrale Frage dabei ist: wie kann ich durch neue Verhaltensweisen dazu beitragen, dass meine Mitmenschen und vor allem auch spätere Generationen eine gute, lebenswerte Welt vorfinden? Daher kommt der Name "Enkeltauglich Leben". In Bern ist eine zweite Gruppe unterwegs. Bereits nach den ersten Zusammenkünften wurden einige Veränderungen in Angriff genommen – weitere werden folgen.

Stimmen einiger Teilnehmer/innen:

 

Brigitte: Die Treffen bieten mir die Gelegenheit mit Gleichgesinnten im Austausch zu sein. Dieses gemeinsame Auf-dem-Weg-Sein mit wichtigen Themen ist für mich die Chance, Neues zu erfahren, zu lernen und umzusetzen, auch wenn es nur kleine Schritte sind. Denn jeder noch so kleine Schritt zählt.

 

Theresia: Ich habe eine Möglichkeit gesucht, um mein altes ausgedientes Notebook weiter zu verwerten. Dabei bin ich auf www.labdoo.ch gestossen. Das ist eine Organisation, die gebrauchte Geräte fachgerecht aufbereitet und diese im Rahmen von Hilfsprojekten Kindern und Jugendlichen im In- und Ausland zukommen lässt – so wird diesen ein Zugang zu IT und Bildung ermöglicht. Ausserdem habe ich bei RRREVOLVE Fair Fashion & Eco Design und bei hessnatur fair produzierte und fair gehandelte Textilien gefunden.

 

Susan: Die Treffen finde ich sehr inspirierend. Ich brauche manchmal die Unterstützung und den 'Tritt in den Hintern' um Veränderungen wirklich anzugehen und bin dann sehr stolz, wenn ich es geschafft habe. Nicht nur für mich, sondern für eine gute Sache! Zum Beispiel engagiere ich mich nun noch stärker für die Konzernverantwortungsinitiative.

 

Florentin (Gastgeber in Bern): Das Geld meiner zweiten und dritten Säule ist nun bei der Alternativen Bank Schweiz und hat dort nicht in erster Linie die Aufgabe „zu arbeiten“ und sich zu vermehren, sondern es steht im Dienst nachhaltiger Projekte. Ich freue mich auf die vielen weiteren nachhaltigen Taten, bewirkt durch «Enkeltauglich Leben».

 

Sophie: Wir reflektieren unser eigenes Verhalten und entdecken neue Möglichkeiten, um unsere Gewohnheiten positiv und langfristig zu verändern. Zusammen ist es einfacher, sich zu konkreten Aktionen zu motivieren. Und es tut einfach gut, wieder einmal zu merken, dass sich viele andere Mitmenschen für eine nachhaltigere Zukunft einsetzen!

 

Jana (Spieleleiterin): Ich finde, das Spiel «Enkeltauglich Leben» hat sehr grosses Potenzial. Darum habe ich mich entschlossen, mich zur Spieleleiterin zu zertifizieren und weitere Interessierte davon zu begeistern.

 

Die aktuelle Corona-Krise zeigt uns einmal mehr, wie viel in unserer Welt im Argen liegt, wieviel Handlungsbedarf besteht – und sie macht uns auch deutlich, dass es auf jede und jeden einzeln genauso ankommt wie auf die Gemeinschaft als ganze!

 

Rosa Tirler, Pfarreiseelsorgerin Subingen

 

 

 

Post öffnen

Liebe Mit-Glaubende im Pastoralraum Wasseramt-Ost, mit den Pfarreien Aeschi, Derendingen, Deitingen, Luterbach, Subingen und Zuchwil

 

Am 1. Mai lag im Briefkasten bei C5-Briefen auch ein gösseres Kuvert im C4-Format, mit dem Signet des Bistums Basel. Beim Weg vom Briefkasten zur Haustür die Frage: «Was will das Bistum senden?». – Dann ziemlich rasch die Vermutung. «Ach ja, daran hab’ ich gar nicht mehr gedacht: wohl die ,Missio’ (Sendung/Beauftragung) in Sachen Pastoralraumleitung». Ich habe die «Post» geöffnet, die Dokumente gelesen, auf den Schreibtisch gelegt und am Schreibtisch eine kurze Andacht gehalten. Natürlich mit einem Vaterunser. Und ein Bittgebet: «Komm, Heil’ger Geist, herab zu mir, erleuchte mich, ich folge Dir.» Und auch das Pastoralraumgebet, in dem es heisst: «… manchmal möchten wir, dass alles bleibt wie es ist». Ja, ich hätte gerne gehabt, es wäre bei der Seelsorge- und Leitungsaufgabe der drei Pfarreien südlich der Autobahn geblieben. Die Agenda ist immer angefüllt. Ich hätte lieber gehabt, Valentine wäre Pastoralraumleiter geblieben und ich danke ihm sehr, dass er sich damals bereit erklärt hat, das Bistumsprojekt der Errichtung eines Pastoralraumes auch hier auf die Wege zu bringen.

Nun, jemand muss die Leitungsaufgabe des Pastoralraumes weiter wahrnehmen. In der konkreten Situation und auf meinen ausdrücklichen Wunsch, dass dies sei, bis wir im Pastoralraum jemanden haben, die/der dies gerne macht, werde ich diesen Dienst tun. Dazu konnte ich nur Ja sagen, weil wir im Pastoralraum gute, kompetente und loyale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, in der Seelsorge (gute Kolleginnen und Kollegen!), gute Leute in den Kirchgemeinderäten, in den Pfarreiräten, in der Katechese, in den Sekretariaten, gute Sakristaninnen und Sakristane und viele kompetente, fleissige Engagierte in den kirchlichen Gruppen und Vereinen. – Ich will also versuchen, diesen Dienst zu tun. Es muss uns um nichts anderes als um dies gehen, was der Auftrag der Kirche ist: Gott zu ehren, Christus in unserer unterdessen so vielgestaltigen Gesellschaft zu thematisieren, offen zu sein für Seinen Heiligen Geist. Wie ist doch die Kirche etwas Wunderbares! –  Lasst uns aus dieser Liebe zur Kirche den Gottesglauben leben und in unserer Gesellschaft «ins Spiel bringen», wie es im Grundsatzpapier zum «Pastoralen Entwicklungsplan» unseres Bistums heisst. In der Ausübung der zusätzlichen Aufgabe der Leitung unseres Pastoralraumes danke ich für alles Wohlwollen, für alle Mithilfe und für alle Nachsicht.

Erleichtert haben wir kürzlich vernommen, dass ab Sommer Pfarrer Pascal Eng die Leitung der Pfarrei Zuchwil übernehmen wird. Wir danken Pfarr-Resignat Paul Rutz, dass er die Vakanz in Zuchwil bis im Sommer überbrückt und wie immer fleissig da und dort Dienste ausübt. Ab Herbst wird Thomas Faas in Pension gehen, er wäre bereit gewesen, sich noch etwas weiter zur Verfügung zu stellen, aber gesundheitliche Gebresten veranlassten ihn, die Bremsen zu ziehen. So müssen wir schauen, wie die Leitung und die Seelsorgeaufgaben der beiden Pfarreien Derendingen und Luterbach gewährleistet werden können.

Jeder Pastoralraum hat ein Konzept. Es wurden in der Erarbeitung unseres Pastoralraumes viele Ideen gesammelt und ins Pastoralraumkonzept aufgenommen. Wir müssen versuchen in der konkreten Situation mit den Kräften, die zur Verfügung stehen, das zu tun, was möglich ist. Als Leitmotiv für das Konzept wurde der wichtige Begriff Beziehung gewählt – biblisch, theologisch gesprochen: Bund. Es geht um die Gottesbeziehung (Gott zum Menschen und umgekehrt) und um die Beziehung untereinander. Gott hat die tiefste und schönste Beziehung zu uns aufgenommen in Jesus Christus. Entdecken wir immer wieder neu, wovon Jesus immer wieder erzählt hat (siehe Lk 17,20–21).

Lasst uns immer wieder die «Post von oben» öffnen, die gute Nachricht von Jesus Christus aufnehmen, umsetzen und in Zuversicht besonders auch in die nächsten Monate gehen. Diese werden wohl wegen den verordneten Vorsichtsmassnahmen rund um die Pandemie umständlich sein, was das Pfarreileben mit den Vereinen, Gruppierungen, mit Anlässen und die Gottesdienste betreffen. Wir sind herausgefordert.

Pfarrer Beat Kaufmann

Ostern – keine «Eintagsfliege»

 

Wir sind in der zweiten Hälfte der Osterzeit und diese dauert bis Pfingsten im Lauf des Kirchenjahres. Und Ostern ist eine gewichtige Angelegenheit. Es geht bei der Auferstehung Jesu auch um die zentrale christliche Frage, wie es ist mit dem
Menschen, wenn er stirbt.

 

Vor Monatsfrist wurde der emeritierte Papst Benedikt / Joseph Ratzinger, 93 Jahre alt. Unterdessen ist er ein gebrechlicher Greis. «Jung» bleiben seine theologischen Schriften. Es sind inspirierende Glaubenstexte. Zum Beispiel das Buch «Einführung in das Christentum», erstmalig erschienen 1968, seither paarmal neu aufgelegt, z. B. beim Kösel-Verlag München, ISBN 978-3-466-20455-7.
 

Tun wir einen Blick ins zweite Kapitel des erwähnten Buches, unter Punkt vier, «Auferstehung von den Toten». Der Verfasser fragt sich, wie das sei mit der Liebe. «Liebe fordert Unendlichkeit, Unzerstörbarkeit …» Aber wie ist es mit dem Menschen und seiner irdischen Endlichkeit? Und mit seiner Sehnsucht nach Liebe und Beständigkeit?
 

Joseph Ratzinger schreibt:
«Zwei Wege sind vor allem versucht worden. Zunächst das Fortleben in den eigenen Kindern: Von daher kommt es, dass Ehelosigkeit und Kinderlosigkeit bei Naturvölkern als der furchtbarste Fluch gilt; sie bedeuten hoffnungslosen Untergang, endgültigen Tod. Umgekehrt bietet die grösstmögliche Kinderzahl zugleich die grösstmögliche Chance des Überlebens, Hoffnung auf Unsterblichkeit und so den eigentlichen Segen, den der Mensch erhoffen kann. Ein anderer Weg tut sich auf, wenn der Mensch entdeckt, dass er in seinen Kindern doch nur sehr uneigentlich fortbesteht; er wünscht, dass mehr von ihm selbst bleibe. So flieht er in die Idee des Ruhms, der wirklich ihn selbst unsterblich machen soll, wenn er im Gedächtnis der anderen alle Zeiten hindurch weiterlebt. Aber auch dieser zweite Versuch des Menschen, sich Unsterblichkeit durch das Sein-im-anderen selbst zu verschaffen, scheitert nicht weniger als der erste: Was bleibt, ist nicht das Selbst, sondern nur ein Echo, ein Schatten. Und so ist die selbstgeschaffene Unsterblichkeit wirklich nur … mehr Nichtsein als Sein. Das Ungenügen beider Wege gründet darin, dass der andere, der in ein Sein nach meinem Tode festhält, gar nicht dieses Sein selbst, sondern eben nur sein Nachhall zu tragen vermag; es gründet noch mehr darin, dass auch der andere selbst, dem ich meinen Fortbestand gleichsam anvertraut habe, nicht stehen wird – auch er zerfällt. – Das führt uns zum nächsten Schritt. Wir haben bisher gesehen, dass der Mensch für sich selbst keinen Bestand hat und folglich nur im anderen stehen kann, dass er aber im anderen immer nur schattenhaft ist und wieder nicht endgültig, weil auch er zerfällt. Wenn es so ist, dann könnte nur EINER wahrhaft Halt geben: derjenige, der IST, der nicht wird und vergeht, sondern mitten im Werden und im Vorübergang bleibt: der Gott der Lebendigen, der nicht nur den Schatten und das Echo meines Seins hält, dessen Gedanken nicht blosse Nachbilder des Wirklichen sind. Ich selbst bin sein Gedanke, der gleichsam ursprünglicher mich selbst setzt, als ich 
in mir bin; sein Gedanke ist nicht der nachträgliche Schatten, sondern die Ursprungskraft meines Seins. In ihm kann ich nicht nur als Schatten stehen, sondern in ihm bin ich in Wahrheit näher bei mir, als wenn ich bloss bei mir zu sein versuche.»
 

Bei der Lektüre dieser Zeilen in der Osterzeit ist mir das Gebet in den Sinn gekommen, welches der selbstlose Gottsucher Niklaus von Flüe, genannt Bruder Klaus, gebetet hat: «Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir. Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich führet zu dir. Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu Eigen dir.» Die Betrachtung des Gekreuzigten und der Glaube an den auferstandenen Jesus Christus hat ihn ganz erfüllt. Niklaus von Flüe galt und gilt nach seinem Tod als ein Mensch, der daheim in der Ewigkeit Gottes ist. Das ist vielmehr, als ihm an zeitlicher Anerkennung und Gedächtnis in der Schweizer Geschichte entgegengebracht wurde. Es ist jenes nicht Um-sich-selbst-Kreisen. Wer Gott in sein Leben lässt, wird von der Dimension des Ewigen, der Auferstehung erfüllt – gross und weit und schön – von Gott, der Liebe ist (vgl. 1 Joh 4,16).


Pfarrer Beat Kaufmann

 

Gemeinsam unterwegs


Was für eine ungewöhnliche Zeit in der Geschichte der Menschheit! Ich hoffe, Sie haben das Osterfest trotz des Coronavirus feiern können. Die Auferstehung des Herrn ist eine Realität, die zeigt, dass wir die Lebenskrise immer überwinden
werden. Lassen Sie uns gesund b
leiben!
 

Personalveränderungen
In meinem letzten Artikel habe ich Sie über die voraussichtlichen Personalveränderungen in unserem Pastoralraum informiert. Die vakanten Stellen sind ausgeschrieben worden, und trotz der gegenwärtigen Krise bemühen sich das Bistum
und die Regionalverantwortliche Frau Edith Rey Kühntopf nach besten Kräften, die Stellen in Derendingen, Luterbach und Zuchwil neu zu besetzen. Ich habe auch versprochen, Sie über Neuigkeiten diesbezüglich zu informieren.

 

Pfarrer Pascal Eng – neuer Pfarrer von Zuchu!
Gerne teile ich Ihnen mit, dass Bischof Felix Gmür mit der Zustimmung des Kirchgemeinderates Zuchwil den Pfarrer Pascal Eng als meinen Nachfolger in Zuchwil 
ernannt hat. In seiner wichtigen Funktion als Pfarrer/Gemeindeleiter von Zuchwil wird er auch ein wichtiger Mitarbeiter im Seelsorgeteam des Pastoralraums Wasseramt Ost sein. Der 32-jährige Pfarrer, aufgewachsen in Niedergösgen SO, hat umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse in diversen Bereichen des Pfarrei und Pastorallebens. Er war zuerst Ministrant und später Mitglied des Pfarreirates. Ausserdem wurde er Katechet und Jugendleiter und hat zusätzlich Geographie studiert. Vor und nach seiner Priesterweihe arbeitete er an verschiedenen Orten und ist im Moment noch als Vikar im Pastoralraum Schaffhausen tätig. Es ist ein Glück, einen jungen, talentierten, motivierten und guten Priester in unserem Pastoralraum zu haben. Ich wünsche Pfarrer Eng eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Pastoralraumteam unter der Leitung von Pfarrer Beat Kaufmann. Pfarrer Pascal Eng wird sich in nächster Zeit im Kirchenblatt näher vorstellen.
 

Und Luterbach/Derendingen?
Derzeit gibt es verstärkte Bemühungen, um den richtigen Leiter der Pfarreien in Derendingen und Luterbach nach der Pensionierung von Herrn Thomas Fass im Herbst zu finden. Diesbezüglich bin ich sehr optimistisch für eine baldige gute Lösung.

 

Meine neue Aufgabe als Bischofsvikar
Dass ich meine neue Aufgabe als Bischofsvikar der Region St. Urs ab 1. Mai antrete, bedeutet auch mein Weggang als Pastoralraumpfarrer des Pastoralraums 
per Ende April. Bereits vor der Coronavirus-Krise haben wir im Seelsorgeteam
einen Termin im Mai für ein Verabschiedungsdatum geplant. Aufgrund der Unsicherheiten, die momentan wegen der globalen Situation bestehen, ist ein solches Fest derzeit leider nicht möglich.

 

Vielen Dank
Bei dieser Gelegenheit möchte ich Ihnen allen für Ihre Mitarbeit danken. Die Geschichte des Pastoralraums Wasseramt Ost ist eine lange Geschichte mit zahlreichen Beteiligten. Man könnte sie mit einem Hausbauprojekt vergleichen. Jeder einzelne hat sich bemüht, ein Fundament zu schaffen, auf dem eine stabile Pastoral von sechs Pfarreien aufgebaut werden konnte. Es war ein besonderes Geschenk für mich, Teil des Teams sein zu dürfen. Ich bin sehr dankbar für alle im Team.

 

Gemeinsam unterwegs
Die feierliche Errichtung des Pastoralraums am 12. November 2017 mit dem gemeinsamen Singen aller Chöre von Aeschi, Deitingen, Subingen, Derendingen, 
Luterbach und Zuchwil bleibt ein Zeichen dafür, dass die sechs Pfarreien eine Basis für die Zusammenarbeit gefunden haben. Der «gemeinsame Weg» ist das Motto des Pastoralraums. Lassen Sie uns weiter gemeinsam arbeiten, aber auch gemeinsam unterwegs sein. Ich bin dankbar, dass ich die Reise bisher mit Euch machen durfte. Ich danke den Seelsorgenden, der Kirchgemeindepräsidienkommission, den Chören, den Pfarreiräten, den Ministranten und allen

Mitgliedern aller sechs Pfarreien des Pastoralraums. Ich wünsche Pfarrer Beat Kaufmann und dem Seelsorgeteam eine erfolgreiche Pastoralarbeit. Möge Gott Sie segnen und möge Gott den Pastoralraum Wasseramt Ost weiterhin segnen.
 

Pastoralraumpfarrer Valentine Koledoye.

 

 

 

Enkeltauglich Leben
das Spiel, das deine Welt verändert – ab Februar in unserem Pastoralraum Wasseramt Ost

Es fühlt sich gut an, etwas Gutes zu tun – es in der Gruppe zu tun, noch viel mehr! Mit diesem Angebot sind alle angesprochen, die konkret werden und handeln wollen.

Sechs Treffen + je einmal monatlich + je 2.5 Stunden + 5-10 Mitspieler/innen = Enkeltauglich Leben. 

Jedes Treffen hat einen inhaltlichen Schwerpunkt (Reihenfolge kann ändern):

Februar - Menschenwürde 

Freitag, 14.02.2020 / 14.30 - 17.00 Uhr 

März - Ökologische Nachhaltigkeit

Samstag, 14.03.2020 / 10.00 - 12.30 Uhr

April - Solidarität 

Freitag, 3.04.2020 / 14.30 - 17.00 Uhr 

Mai - Demokratie 

Freitag, 8.05.2020 / 14.30 - 17.00 Uhr 

Juni - Soziale Gerechtigkeit 

Samstag, 13.06.2020 / 10.00 - 12.30 Uhr 

Juli - Abschluss

Freitag, 3.07.2020 / 14.30 - 17.00 Uhr 

Im Verlauf der Anlässe planst du eine Aktion bis zum nächsten Treffen, um in deiner Welt etwas zum Besseren zu bewegen. Deine Mitspieler/innen bewerten diese Aktion hinsichtlich Schwierigkeit und Sinn. Beim darauffolgenden Treffen werden die Erfolge gemeinsam ausgewertet. Dabei profitieren alle gegenseitig von ihren Erfahrungen. Die ausgebildete Spielleiterin Jana Raus aus Freiburg i. Br. begleitet die Gruppe. 

Ort: Josefsheim in Subingen, Luzernstrasse 49

Kostenbeitrag: CHF 100 - 150, je nach finanziellen Möglichkeiten. 

Veränderungen bewirken - gemeinsam macht es Spass, und am Ende gewinnen alle!

Anmeldung per Mail an seelsorgerin(at)pfarramt-subingen.ch (Rosa Tirler) oder per Telefon unter 032 614 40 81 (Pfarramt Subingen, Manuela Bachmann)

Weitere Infos mit Videoerklärung: www.enkeltauglich-leben.org

 

Kontakt

Pastoralraum-Sekretariat

Pastoralraum-Pfarrer a.i.

Beat Kaufmann

 

Röm.-kath. Pfarramt Zuchwil

Hauptstrasse 32

4528 Zuchwil

Tel. 032 685 32 82

pawaost(at)pfarrei-zuchwil.ch

Haben Sie Fragen oder Anregungen?

Gerne dürfen Sie mittels untenstehendem Formular oder auch telefonisch mit uns Kontakt aufnehmen.

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