Wassertropfen

HERZLICH WILLKOMMEN

 

IM PASTORALRAUM

 

WASSERAMT OST

Liebe Pfarreiangehörige im Pastoralraum Wasseramt Ost
Liebe Gäste

 

Willkommen zu einem «Spaziergang» in unserer Homepage!

Unser Pastoralraum Wasseramt Ost («PaWa-Ost») befindet sich im Osten des Bezirkes Wasseramt im Kanton Solothurn,

umfasst um die 8000 Katholikinnen und Katholiken und gehört zum Bistum Basel.

 

Der Pastoralraum besteht aus den sechs Kirchgemeinden und Pfarreien:

 

  • St. Anna Aeschi SO,

  • Maria Himmelfahrt Deitingen

  • Herz Jesu Derendingen

  • St. Josef Luterbach

  • St. Urs und Viktor Subingen und

  • St. Martin Zuchwil

Gerne weise ich Sie auf die Hinweise und Artikel unten und auf die Bereiche oben in der Liste hin. Klicken Sie diese an, ich wünsche Ihnen einen informativen Gang durch die Homepage.

 

«Den Glauben ins Spiel bringen» – dafür setzen wir uns ein. Ein lebendiges Miteinander und der Austausch mit Ihnen ist uns sehr wichtig. Daher freuen wir uns über Anregungen und Rückmeldungen und danken Ihnen für Ihr Interesse. 

 

Ich wünsche Ihnen Gottes Segen.
 

Pastoralraumpfarrer Beat Kaufmann

Du - ich - zusammen sind wir unterwegs

 

Aktuelles

Weltgebetswoche für die
Einheit der Christen

In wie vielen Dörfern stehen evangelische und katholische Kirchen und manchmal auch weitere christliche Kirchen oft nahe beieinander – oder die eine im Zentrum, eine andere an der Peripherie, je nach Geschichte eines Ortes. Selten in der Schweiz sind Kirchen, die von katholischen und evangelischen Gemeinden im selben Ort gemeinsam genutzt werden (die meisten sind im Kanton Thurgau, z. B. Ermatingen). Im Elsass befahl interessanterweise die Monarchie im 16. Jh. Kirchen gemeinsam zu nutzen. Dort gibt es sogenannte Simultankirchen, welche von evangelischen und katholischen Christen gemeinsam genutzt werden. Es sind noch heute 50 Kirchen. Albert Schweitzer (1875 – 1965), gebürtiger Elsässer, schreibt in seinen Erinnerungen «Aus meiner Kindheit und Jugendzeit»: «Noch eins habe ich aus der zugleich protestantischen und katholischen Kirche mit ins Leben hineingenommen: religiöse Versöhnlichkeit. … Als Kind schon empfand ich es als etwas Schönes, dass in unserem Dorfe Katholiken und Protestanten in derselben Kirche Gottesdienste feierten. … Ich möchte wünschen, dass alle noch beiden Konfessionen gemeinschaftlichen Kirchen des Elsasses als solche erhalten bleiben, als eine Prophezeiung und eine Mahnung auf eine Zukunft der religiösen Eintracht, auf die wir den Sinn gerichtet halten müssen, wenn wir wahrhaft Christen sind.» Wenn ich an gewisse Geschichten denke, die betagte noch lebenden Leute aus unseren Dörfern auch hier im Wasseramt von ihren Beobachtungen oder Erfahrungen erzählen, wie manchmal Katholiken und Reformierte übereinander gesprochen oder miteinander umgegangen sind, dann hat sich in den letzten 60 Jahren Vieles zum Guten und Schönen entwickelt.

 

Länger als ein Jahrhundert schon (oder erst!) gibt es die weltweite ökumenische Initiative der gemeinsamen Gebetswoche um die Einheit der Christen. Es ist ja ein Anliegen Jesu: «… ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.» (Joh 17,20+21). Wie nötig ist es, in den Tragödien der Gegenwart (Unglaube, Orientierungslosigkeit in der Pandemie, Flüchtlingsbewegungen mit jahrzehntelangem Sterben im Mittelmeer, Populismus, Unfriede, Unehrlichkeit in der Wirtschaft, Umweltproblematik), dass die Christinnen und Christen mit geeinter Stimme und geeinten Kräften in unsere Zeit hineinwirken und ihre Kirchen und Gemeinschaften sich nicht in internen Grabendiskussionen und endlosen Strukturexperimenten, die zweitraubende Sitzungen erfordern, Kräfte verpuffen.

 

Zum Motto der diesjährigen Gebetswoche

 

In der Homepage der «Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen» www.oekumene-ack.de ist eine gute Hinführung zur diesjährigen Weltgebetswoche für die Einheit der Christen zu lesen: «Das gewählte Thema „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen“ basiert auf Joh 15,1–17 und geht zurück auf die Berufung der Schwestern-Gemeinschaft von Grandchamp (am Neuenburgersee) zu Gebet, Versöhnung und Einheit in der Kirche und der Menschheitsfamilie.

 

Das Motto der diesjährigen Gebetswoche geht von den unterschiedlichen Facetten des johanneischen Wortes aus: ein Leben im Einklang mit sich selbst, mit der Gemeinschaft, in die jede und jeder Einzelne gestellt ist und mit Gott. In Gottes Liebe zu bleiben heißt zunächst, mit sich selbst versöhnt zu werden. In Christus zu bleiben ist eine innere Haltung, die im Laufe der Zeit wächst. Sie kann vom Kampf um das Lebensnotwendige überholt werden und wird durch die Ablenkungen, den Lärm, die Hektik und die Herausforderungen des Lebens bedroht. Jesu Wort und seine Liebe befähigen zur Nächstenliebe: zur Liebe derjenigen, die uns als Christinnen und Christen anvertraut sind, aber auch zur Liebe zu anderen christlichen Traditionen. Durch das Bleiben in Christus wachsen so Früchte der Solidarität und des Zeugnisses. Spiritualität und Solidarität sind untrennbar miteinander verbunden. Wer in Christus bleibt, empfängt die Kraft und die Weisheit, ungerechte und unterdrückende Strukturen zu bekämpfen, einander als Brüder und Schwestern in der einen Menschheitsfamilie zu erkennen und eine neue Lebensweise zu schaffen, die von Respekt und Gemeinschaft mit der ganzen Schöpfung geprägt ist.

Einklang mit sich selbst, mit Gott und den Nächsten ist damit der bleibende Auftrag, an den uns die Texte der Gebetswoche 2021 erinnern.»

 

Ich wünsche uns für die Einheitswoche Gebetszeiten mit Folgen.

 

Beat Kaufmann, Pastoralraumpfarrer

Etwas andere Weihnachten

Diese Weihnachten sind aus bekannten Gründen irgendwie halt doch etwas anders. Aber eines bleibt: Weihnachten feiert das Kommen Gottes. Darum eine etwas andere Weihnachtsgeschichte:

 

Jetzt kann Gott kommen

 

Ein Mann erfuhr, dass Gott zu ihm kommen wollte. Da wurde er schrecklich nervös. «Zu mir?» rief er. «In mein Haus?»

 

Und er rannte in alle Zimmer, er lief die Treppen rauf und runter, er kletterte zum Dachboden hinauf, er stieg in den Keller hinab – und sah sein Haus mit anderen Augen.


«Unmöglich!», jammerte er. «In diesem Dreckstall kann ich keinen Besuch empfangen, schon gar nicht Gott! Alles voller Gerümpel. Kein Platz zum Ausruhen. Keine Luft zum Atmen.»


Also riss er alle Fenster und Türen auf und rief hinaus: «Freunde, Leute! Helft mir aufräumen – irgendjemand, bitte! Aber schnell!»


Er macht sich sofort daran, sein Haus zu putzen. Durch die dicken Staubwolken sah er, dass ihm tatsächlich jemand zu Hilfe gekommen war, worüber der Mann mehr als dankbar war. Sie schleppten gemeinsam das Gerümpel hinter das Haus, schlugen es klein und verbrannten es. Sie schrubbten die Treppen und Böden. Sie brauchten viele Kübel Wasser, um die Fenster zu putzen. Und noch immer klebte der Dreck an allen Ecken und Enden.


«Das schaffen wir nie!», schnaufte der Mann.


«Doch, das schaffen wir», sagte die andere.


Sie plagten sich den ganzen Tag. Und tatsächlich waren sie spät am Abend fertig. Sie gingen in die Küche und der Mann deckte den Tisch.


«So» sagte er, «jetzt kann er kommen, mein Besuch! Jetzt kann Gott kommen. Wo er nur bleibt?»


«Aber ich bin ja da», sagte die andere und setzte sich an den Tisch. «Komm, und iss mit mir.»


Von Lene Mayer-Skumanz, leicht umgeschrieben, eingesandt von einem «Zeit zu leben»-Leser

 

Das ganze Seelsorge-Team wünscht Ihnen ein frohes Fest der Geburt unseres Herrn Jesus Christus, besinnliche Festtage und Gottes Segen mit guter Gesundheit im 2021!
 

Ein Licht der Hoffnung

Ein kurzes Flackern der Wohnzimmerlampe, dann wird es dunkel. Auch von der Strasse kommt kein Licht mehr. Keine erleuchteten Fenster in der Nachbarschaft. Stromausfall. Ein vorsichtiges Tasten, bloss nirgendwo anstoßen. Auf dem Tisch steht eine Kerze. Soviel weiss ich noch. Aber wo sind die Streichhölzer? Endlich finden die Finger die kleine Schachtel. Vorsichtig aufziehen, damit die Streichhölzer nicht herausfallen, falls ich die Schachtel falsch herum halte. Dann ein Streichholz mit spitzen Fingern herausholen, anzünden. Endlich wieder ein kleiner Schein in der Dunkelheit. Und dann brennt wenigstens eine Kerze.

 

Es ist so selbstverständlich geworden, dass wir jederzeit und überall Licht haben. Der Griff zum Lichtschalter reicht, damit es hell wird. Und auf den Strassen leuchten so viele Lichter, dass die Sterne am Himmel kaum noch eine Chance haben, gesehen und bewundert zu werden. Aber ein Stromausfall macht deutlich, wie hilflos wir ohne Licht im Dunkeln sind. Es fehlt uns die Orien-tierung. Völlige Finsternis hat etwas Beklemmendes und etwas Beängstigendes. Aber Licht benötigen wir nicht nur, um uns bewegen zu können.

 

Licht benötigen wir auch für unser inneres Wohlbefinden. Und mit unserer Sprache bringen wir es zum Ausdruck. Wenn es hell und licht in uns ist, dann fühlen wir uns auf der Sonnenseite des Lebens. Wir strahlen Freude aus und die Augen leuchten. Manchmal fällt es einem erst auf, wenn das Licht fehlt. Dann ist das Herz verdunkelt, die Seele betrübt und auf dem Gemüt liegt ein Schatten.

 

Aber Gott bringt Licht ins Leben, Wärme und Geborgenheit, Erkenntnis und Lebensfreude. Denn Gott wendet sich den Menschen zu. Geht ihnen nach. Lässt sie auch im Finstern nicht allein.

Manchmal fällt es mir leicht, Gott sein Lichtsein zu glauben. Wenn im Sommer die Sonne mit aller Kraft strahlt. Wenn die Natur mit ihren starken Farben mein Herz aufblühen lässt.

 

Dann wieder fällt es mir schwer. Dann strahlt Gott nicht für mich, sondern bleibt dunkel. Weil auch das Leben mir dunkel erscheint. Gottes Licht bleibt mir manchmal verborgen.

 

Auch Jesus, dem Gott besonders nahe war, hat nicht immer dieses Licht gesehen. Im Garten Gethsemane ringt er vor seinem Tod um Gottes Beistand. Kein Wunder, dass die Evangelien davon berichten, wie sich eine große Finsternis über das Land legt.

 

Und diesen Jesus von Nazareth, der selbst erlebt hat, wie Gott sich ihm verdunkelt, lässt der Evangelist Johannes selber sagen:

«Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.» (Johannes 8,12)

 

Augenblicklich liegt auch über unserer Welt eine Finsternis. Abstand einhalten, Maskentragen, Veranstaltungen werden abgesagt, Familienfeiern sollen vertagt werden – ja es scheint beinahe so als ob die Welt still steht in der Dunkelheit.

 

Möge Gottes Licht für uns alle in dieser schwierigen Zeit besonders hell scheinen:

 

Guter Gott, lass uns Licht bringen, wo es dunkel ist.

Lass uns Licht bringen, wo jemand die Orientierung verloren hat.

Lass uns Licht bringen, wo der Tod der Liebe erlebt wird.

Lass uns Licht bringen, wo der Weg verbaut ist.

Lass uns Licht bringen, wo die Richtung nicht mehr stimmt.

Lass uns Licht bringen, wo die Hoffnung erloschen ist.

Gott, du Vater des Lichts, die ganze Schöpfung braucht dein Leben spendendes Licht,

damit sie leben und sich entfalten kann.

Wir brauchen dein Licht zum Leben.

Gott, schenke uns dieses Licht, lass es in uns brennen, lass es Feuer fangen und sich entzünden.

Gott, wir bitten dich, lass dieses Licht leuchten, damit wir den Weg finden zu dir und zu unseren Mitmenschen.

Amen.

 

Carmen Ammann, Religionspädagogin

Worauf warten wir eigentlich?

Warten ist urmenschlich… Und doch nehmen wir es meistens als lästig wahr, als Zeitfresser.

 

Einer Studie zufolge warten wir im Durchschnitt pro Jahr

 

  • 6 Stunden im Supermarkt vor der Kasse,

  • fast 7 Stunden im Wartezimmer für eine medizinische Untersuchung und

  • rund 40 Stunden warten wir im Strassenverkehr;

  • nur übertrumpft vom Bildschirm, vor dem wir weit über 100 Stunden pro Jahr warten.

 

Selbst wenn alles rund läuft, kommen wir Menschen nicht zur Ruhe. Wir warten – auf Freundschaft, eine neue Liebe, Glück, Wertschätzung, die Erfüllung unserer Träume. Wir Menschen sind Sehnsuchtswesen und es fehlt uns letztlich immer etwas.

 

Bald beginnt wieder die Adventszeit. Advent kommt aus dem Lateinischen und heisst bekanntlich «Ankunft». Wir feiern die Menschwerdung Gottes in der Person Jesus Christus, zugleich warten wir aber auch auf die Wiederkunft Christi am Ende der Zeit. Wir feiern also letztlich das Schon-und-noch-nicht. Jesus ist geboren, aber zugleich ist er noch nicht angekommen – nicht in all unseren Herzen. Sein Wirken ist Realität, aber sie ist noch nicht zu unserer Realität geworden.

 

Daher ist klar: Die Adventszeit geht uns alle an, sie ist nämlich höchst existentiell. Denn Warten betrifft unser Menschsein zutiefst. In jeder Leere, die wir verspüren, können wir zugleich die Fülle Gottes erahnen. Nicht der Konsum sättigt uns nachhaltig, sondern Beziehung, die uns Christus bedingungslos anbietet.

 

Christus wartet auf uns. Worauf warten wir eigentlich?

 

Pascal Eng, Pfarrer Zuchwil

 

 

 

Coronavirus betrifft auch

die Kirchen

 

Informationen des Bistums Basel

Wieder öffentliche Gottesdienste

Ab 28. Mai sind wieder öffentliche Gottesdienste möglich. Bis zum Erscheinen des nächsten Kirchenblattes informieren Sie sich über aktuelle Gottesdienste, indem Sie den folgenden Button «Pfarreien» anklicken und dort sich in der Homepage Ihrer Pfarrei orientieren.

 

Kontakt

Pastoralraum-Sekretariat

Pastoralraum-Pfarrer a.i.

Beat Kaufmann

 

Röm.-kath. Pfarramt Zuchwil

Hauptstrasse 32

4528 Zuchwil

Tel. 032 685 32 82

pawaost(at)pfarrei-zuchwil.ch

Haben Sie Fragen oder Anregungen?

Gerne dürfen Sie mittels untenstehendem Formular oder auch telefonisch mit uns Kontakt aufnehmen.

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