Wassertropfen

HERZLICH WILLKOMMEN

 

IM PASTORALRAUM

 

WASSERAMT OST

 

Aktuelles

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Neuerungen im Pastoralraum

Liebe Schwestern und Brüder im Pastoralraum Wasseramt Ost,

 

wenn im August das Schuljahr wieder neu startet, sind auch in unserem Pastoralraum einige Änderungen vorgesehen:

 

Neue Pastoralraumleitung

Auf den 1. August hin werde ich neu die Leitung des Pastoralraumes übernehmen. Beat Kaufmann hat dieses Amt vor gut zwei Jahren – nach dem Abgang von Valentine Koledoye – übernommen, obwohl er es nicht angestrebt hatte. Die damalige Situation hat keine andere Lösung erlaubt. Umso mehr danke ich Beat für sein grosses Engagement! Mit dem Wechsel der Leitungsverantwortung darf er nun ein stückweit entlastet werden, sodass er sich wieder mehr der Seelsorge widmen kann. Mein Wirkungsfeld verändert sich durch diesen Wechsel nicht wesentlich. Ich bin froh, dass ich meine Arbeit als Pfarrer von Zuchwil weiterhin hauptsächlich auf diese Pfarrei konzentrieren darf.

 

Leitungsübergabe am 13. August um 18 Uhr in Zuchwil

Im Rahmen einer Eucharistiefeier darf ich von Edith Rey Kühntopf, der Regionalverantwortlichen des Bistums, in mein Amt eingesetzt werden. Anschliessend gibt es einen Apéro. Ich lade Sie alle herzlich zu dieser Feier ein!

 

Vakanzen

Auf den Sommer hin mussten wir uns leider von mehreren Personen aus dem Seelsorgeteam verabschieden. Für unseren Pastoralraum zeichnet sich nun eine Vakanz von ca. 270 Stellenprozenten ab. Das stellt uns alle vor eine grosse Herausforderung. Ein Teil der Vakanzen kann mit teils kreativen Mitteln abgefedert werden, ein grösserer Teil aber bleibt bestehen. Diese Situation widerspiegelt letztlich die ausgetrocknete Personalsituation in unserem Bistum. Möglicherweise wird im Spätherbst eine Person dazustossen, die unser Team ergänzt, aber selbst dann bleiben Vakanzen bestehen. Hinsichtlich Liturgieangebot werden einzelne kleine Anpassungen nötig, vor allem werden sie aber bei Festtagen (wie Weihnachten oder Ostern) spürbar sein. Eine solche Situation bietet aber auch grosse Chancen: Sie bietet nämlich Anlass, Synergien zu nutzen, zielgerichtete Projekte aufzubauen und als Pastoralraum geschlossener aufzutreten. Wir vertrauen fest darauf, dass uns der Geist Gottes in eine gute Richtung führen wird.

 

Kirchenblatt-Seiten mit neuer Struktur

Gerne möchte ich Sie darauf hinweisen, dass ab der nächsten Ausgabe die Seiten aller sechs Pfarreien unseres Pastoralraumes neu strukturiert werden. Neu werden auf der Seite 24 alle Gottesdienste und Pastoralraum-Mitteilungen gemeinsam aufgeführt. Auf den weiteren Seiten folgen dann die pfarreieigenen Mitteilungen. Die neue Darstellung ist vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber wir sind überzeugt, dass sie viel übersichtlicher ist und dazu beitragen wird, uns als Pastoralraum noch mehr als eine Gemeinschaft zu verstehen.

 

Informationsanlass «Grüner Güggel»

Am Mittwoch, 24. August, laden wir Sie alle herzlich zu einem besonderen Pastoralraumanlass ein. Andreas Frei informiert uns über Möglichkeiten, wie wir als Pfarrei und Kirchgemeinde noch besser zur Schöpfung Sorge tragen können – ganz im Sinne des Papstes in seiner Enzyklika «Laudato si».

 

Mit besten Segenswünschen, Pascal Eng

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Herzliche Einladung an alle Interessierten

aus dem Pastoralraum Wasseramt Ost!

Der Referent Andreas Frei von der Organisation «oeku – Kirchen für die Umwelt» informiert über das Umweltmanagementsystem UMS «Grüner Güggel», welches Kirchgemeinden bei der Verbesserung ihrer Umweltleistung hilft. Zudem zeigt Andreas Frei weitere Optionen auf für eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Arbeitsweise im kirchlichen Umfeld und beantwortet Fragen dazu. Im Anschluss Diskussion und Austausch unter den Anwesenden.

Eintritt frei.

Beim anschliessenden Apéro besteht weiter die Gelegenheit zum Gedankenaustausch.
 
Es lädt ein:
Seelsorge-Team des Pastoralraums Wasseramt Ost

Weitere Informationen unter: www.oeku.ch

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Romantisches Picknick Paar

"Revolution der Zärtlichkeit"

Wie wär’s, die Tante, den Onkel, die betagten Nachbarn oder die Grosseltern zu einem sommerlichen Ausflug einzuladen? Vielleicht ins obere Entlebuch, auf den Schwendelberg, ob Escholzmatt (die letzten 100 Meter allerdings müssen leicht ansteigend zu Fuss bewältigt werden). Dort hat es eine sehenswerte Kapelle: die St.-Anna-Kapelle. In ihr befindet sich eine alte Statue der Grossmutter von Jesus, der Mutter von Maria. Die Statue soll aus dem ehemaligen Benediktinerkloster Trub stammen und beim Bildersturm 1528 ins katholisch gebliebene Entlebuch «geschmuggelt» worden sein. Es ist eine Darstellung des Typs «Sankt-AnnaSelbdritt», Anna zu dritt, weil sie auf dem einen Arm Maria, ihre Tochter, trägt und auf dem andern Arm ihren Enkel, Jesus. Im Ablauf des Kirchenjahres ist der Gedenktag der Grosseltern Joachim und Anna am 26. Juli.

 

Welttag der Grosseltern und älteren Menschen

Vor zwei Jahren hat Papst Franziskus einen «Welttag der Grosseltern und älteren Menschen» initiiert. Weil am 26. Juli der Gedenktag der hl. Grosseltern Anna und Joachim ist, wird künftig der neue Aktionstag jeweils am vierten Sonntag im Juli gehalten, in zeitlicher Nähe zum 26. Juli. Zu diesem Tag hat der Papst kürzlich ein Schreiben veröffentlicht. Zudem hat der unterdessen gut 85-Jährige in den letzten öffentlichen Mittwochaudienzen über verschiedene Aspekte des Älterwerdens und über das Alter gesprochen.

 

Im erwähnten Schreiben zum «Welttag der Grosseltern und älteren Menschen» heisst es zum Beispiel:

«Meine Lieben! Der Vers aus Psalm 92,15 ‹sie tragen Frucht noch im Alter› ist eine gute Nachricht, ein wahres ‹Evangelium›, das wir der Welt anlässlich des zweiten Welttages der Grosseltern und älteren Menschen verkünden können. Es steht dem entgegen, was die Welt über dieses Lebensalter denkt, und auch gegen die resignierte Haltung mancher älterer Menschen, die mit wenig Hoffnung weiterleben und sich nichts mehr von der Zukunft erwarten…

 

Das Alter ist in der Tat eine Lebensphase, die nicht leicht zu verstehen ist, selbst für uns, die wir sie bereits erleben. Obwohl es ein langer Weg war, hat uns niemand darauf vorbereitet, es scheint uns fast zu überraschen. Die am weitesten entwickelten Gesellschaften geben viel Geld für dieses Lebensalter aus, aber sie helfen uns nicht, es zu deuten: Sie bieten Pflegepläne, aber keine Lebensprojekte. Das macht es schwierig, in die Zukunft zu blicken und einen Horizont auszumachen, auf den man hinleben kann. Einerseits sind wir versucht, das Alter zu verbannen, indem wir unsere Falten verstecken und so tun, als wären wir noch jung; andererseits scheint es, als hätten wir keine andere Wahl, als desillusioniert zu leben und uns damit abzufinden, dass wir keine «Früchte mehr zu tragen» haben.

 

Mit dem Ende des Arbeitslebens und der Eigenständigkeit der Kinder, die jetzt unabhängig sind, verschwinden die Gründe, für die wir viel Energie aufgewendet haben. Die Erkenntnis, dass unsere Kräfte nachlassen, oder der Ausbruch einer Krankheit können unsere Gewissheiten erschüttern. Die Welt mit ihrer Schnelllebigkeit, mit der wir nur schwer Schritt halten können, scheint uns keine Alternative zu lassen und führt dazu, dass wir den Gedanken von unserer Nutzlosigkeit verinnerlichen. …

 

Das Alter ist aber keine sinnlose Zeit, in der man das Handtuch wirft und sich zurückzieht, sondern eine Zeit, in der wir noch Früchte tragen können: Eine neue Aufgabe wartet auf uns, und sie lädt uns ein, in die Zukunft zu schauen. Die besondere Sensibilität, die wir alten Menschen für die Aufmerksamkeiten, die Gedanken und die Liebe haben, die uns menschlich machen, sollte wieder zur Berufung für viele werden. Und es wird eine Entscheidung der alten Menschen für die Liebe gegenüber den neuen Generationen sein. Dies ist unser Beitrag zur Revolution der Zärtlichkeit, einer geistlichen und unbewaffneten Revolution, zu der ich euch, liebe Grosseltern und ältere Menschen, einlade, um dessen Protagonisten zu werden.»

 

Ich wünsche einen engagierten Tag der älteren Menschen – nicht nur am vierten Sonntag im Juli.

Pfarrer Beat Kaufmann

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Abschied im Pastoralraum

Liebe Carmen,

du verlässt unseren Pastoralraum auf Ende des Schuljahres, nach drei Jahren.

Erinnerst du dich noch an die erste Woche?


Frisch vom Studium in meine erste «offizielle» Arbeitsstelle, da gab es für mich persönlich unendlich viele Erinnerungen und Eindrücke zu verarbeiten. All diese zu erwähnen, würde wohl den Rahmen dieses Artikels sprengen. Am meisten werden mir all diese wunderbaren Menschen in Erinnerung bleiben, die ich damals kennenlernen durfte und die mich durch drei Jahre begleitet haben.


Was war in den vergangenen drei Jahren das Schwierigste?


Etwas vom Schwierigsten in dieser Zeit war wohl Corona. Eine Krankheit, die uns alle aus unserem Alltagsrhythmus geworfen hat, egal ob privat oder beruflich. Es war eine Ungewissheit da, die uns zwang, uns selbst und unsere Gedanken auszuhalten. Keine einfache Aufgabe. Doch genau diese Situation hat meinen Glauben und damit auch meine Berufung in der Kirche neu gestärkt. Leid, Tod, Scheitern und Angst gehören zu unserem Leben. Doch wie Jesus von den Toten auferstanden
ist, so erleben auch wir tagtäglich die Botschaft der Auferstehung, der Hoffnung in unserem eigenen Leben neu. Dieses Erleben hat mich auch in jüngster Zeit Kraft gegeben zum  Weiterkämpfen.


Gab es ein lustiges Erlebnis – in dieser Zeit?


An meinem letzten Ausflug mit den Jugendlichen der 8. Klasse nach Flüeli-Ranft, konnte ich ungewollt Flugstunden nehmen. Das Lachen der Jugendlichen wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.


Was nimmst du im August mit – an deinen neuen Arbeitsplatz?


Dankbar blicke ich zurück auf eine unendlich bereichernde Zeit voller wertvollen Begegnungen und Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen. Herausforderungen, die ich gemeistert habe; Erkenntnisse, die ich gewonnen habe und Gefühle, die mich berührt haben, werden mich ein Leben lang begleiten. Für mich persönlich war es eine unglaublich schöne und intensive Zeit. Sie hat meinen Rucksack an Erfahrungen gefüllt.


Doch nun heisst es für mich: «Segel setzen – auf zu neuen Ufern!». Das Leben ist eine stetige Reise – eine Reise auf dem Meer. Es ist vielfältig und führt uns immer wieder zu neuen Ufern und Buchten, wo wir ankern dürfen. Egal ob wir Rückenwind oder Gegenwind, rauen Seegang oder stille Gewässer vorfinden – eines bleibt gleich: Mit Gott sind wir alle verbunden und er begleitet uns unentwegt …


Ich verabschiede mich von Ihnen allen mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge und wünsche Ihnen von Herzen Gottes Segen auf all Ihren Reisen.


Liebe Carmen, danke für deine Arbeit – für dein Mittragen und die gemeinsamen
Stunden. Wir wünschen dir in Zukunft nur das Beste, ganz besonders gute
Gesundheit und viele neue Wege, die du entdecken kannst …


Das Pastoralraum-Team

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Danke und auf Wiedersehen!

Liebe Angehörige des Pastoralraums Wasseramt Ost


Die Wanderschuhe schnüren und loslaufen. Wandern, in Bewegung sein, neue Gegenden erkunden – das unternehme ich in meiner Freizeit sehr gern. Im Sommer werde ich nun meine Wanderschuhe schnüren, um auch beruflich neue Wege zu gehen.


Vor vier Jahren hat mich mein Weg von Bern in die Pfarreien Aeschi, Subingen, Deitingen und somit auch in den Pastoralraum Wasseramt Ost geführt, um hier die zweijährige Berufseinführung zu absolvieren. Ich war gespannt, was mich jenseits des reformiert geprägten Berns im solothurnischen Wasseramt erwarten würde.


Viele schöne Momente, genauso wie manche anspruchsvolle Situation, habe ich in dieser Zeit erleben dürfen. In Erinnerung bleiben mir vor allem bereichernde, eindrückliche Begegnungen – mit den Erstkommunionkindern, bei Trauergesprächen, beim Feiern der Gottesdienste, bei Hausbesuchen, mit den Ministranten oder in der ökumenischen Zusammenarbeit.


Diese Begegnungen auf den gemeinsam gegangenen Wegstrecken sind wertvolle Erfahrungen, die meinen Rucksack bereichern und die ich gerne auf die nächste Wegetappe mitnehme.


Im Sommer werde ich weiterwandern. Mein Weg wird mich nach Konolfingen ins Emmental führen, wo ich die Gemeindeleitung übernehmen werde.


Ihnen allen ein herzliches DANKE für das Vertrauen, die Offenheit und das Miteinander.


Ich freue mich, wenn sich unsere Wege im Wasseramt oder im Emmental wieder einmal kreuzen.

 

Herzlich,
Petra Raber, Pfarreiseelsorgerin.

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The true Trinity in true unity, WikiArt.org

Aufgefahren in den Himmel

Über den Himmel zu schreiben angesichts einer kriegerischen Situation in Europa ist sicher nicht leicht und auf Worte des Friedens sollen auch entsprechende Taten folgen! Woher nehmen wir Christen unsere Beweggründe?

 

Unsere christliche Religion möchte uns auch therapeutische Impulse vermitteln, die uns von der durch Gegensätze und Widersprüche erfüllten Welt weg auf eine göttliche Realität hinweisen wollen.

 

Diese Hinweise erhalten wir von der Theologie der Himmelfahrt Jesu. Die Auffahrt Jesu geschieht 40 Tagen nach Ostern. Diese Zahl charakterisiert einen längeren Zeitabschnitt des Heils oder des Unheils: 40 Tage dauerte der Sintflutregen, 40 Jahre litten die Israeliten unter den Philistern, 40 Jahre wanderte Israel durch die Wüste, 40 Tage war Elija unterwegs zum Berg Horeb und 40 Tage fastete Jesus in der Wüste. Die Zahl Vierzig ist auch ein Hinweis auf die Viergestaltigkeit des Kreuzes, an dem Jesus Christus alle unsere Differenzen und Spannungen hat aushalten müssen. Die Zahl Vier ist die Zahl der Welt, der Spannungen und Gegensätze.

 

Gott hat ihn erhöht, «damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jede Zunge bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes des Vaters» (Phil 2, 10f). Er ist der Herr aller Mächte und Gewalten. Wohin hat ihn Gott erhöht? «Zu seiner Rechten» bekennen wir im Glaubensbekenntnis. Aber wo ist Gott? Oben, unten, hier, dort, aussen, innen, überall, nirgends?! «Einfältige Menschen glauben, sie sollten Gott so sehen, als stünde er dort und sie hier. Das ist nicht so. Gott und ich sind eins» (Meister Eckehart). Der Weg zum eigenen Seelengrund ist der Weg zu Gott. Sich selbst finden und Gott finden wären eins. «Denn keinem von uns ist Gott fern. Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir» (Apg 17,28).

 

Wohin ist also Christus erhöht worden als er in den Himmel «aufgefahren» war? Ist uns Christen der Himmel schon in die Seele gelegt worden?

 

Hildegard von Bingen hat zu diesen Fragen ein sehr schönes Meditationsbild gestaltet:

 

Es ist ein christliches Mandala, das die Grundstruktur von Welt, Gott und Mensch zeigt, dargestellt in Quadrat und Kreis. Das Quadrat weist in die vier kosmischen Richtungen. Durch den inneren Kreis werden sie gebunden und geeint. Die Bildbetrachtung findet ihre Zielsetzung aus der Mitte, die hier Christus ist. Christus in der Mitte ist der vollkommene Mensch, umgeben von der viergestaltigen, spannungsgeladenen Schöpfung. Der Kreis ist Gott: Er umfängt alles, trägt und durchdringt es. Der Kreis symbolisiert Gott, wie er ist: namenlos, unaussprechlich, unbegreiflich, geheimnisvoll, gestaltlos, reines Licht, «der in unzugänglichem Licht wohnt, den kein Mensch gesehen hat noch zu sehen vermag» (1Tim 6, 16).

 

Christus ist ganz von dieser göttlichen Realität umfangen und ganz durchdrungen. Himmel ist die göttliche Existenz in ihrer ganzen Fülle, die jedem Menschen durch die Gabe des Heiligen Geistes, der auch Gott ist, geschenkt wird.

 

Himmelfahrt Christi bedeutet, dass mit Jesus Christus erstmals ein Mensch ganz und endgültig bei Gott angekommen ist und von ihm aufgenommen worden ist. Auf diesen Aspekt weist im Bibeltext, in der Apostelgeschichte, die Wolke hin. Diese hat zwar in erster Linie die Aufgabe, Jesus den Blicken der Jünger zu entziehen, bleibt aber Symbol der Gegenwart Gottes: Gott nimmt Jesus Christus auf, der ja schon ganz Gott ist. Himmel meint dann das Endgültig-bei-Gott-sein!

 

Und das geschah nicht nur Christus, sondern wird jedem getauften und gefirmten Christen gnadenhaft zuteil. Den «Himmel», die Realität Gottes, trägt ein jeder von uns durch die Sakramente schon bei sich. Es liegt dann an uns, die Welt schöner, gerechter, vollkommener, heiliger, ja friedlicher zu machen. Diesen Anspruch hat uns Jesus Christus als sein Testament aufgetragen. Wir sind zu Mitarbeitern Gottes bestimmt worden.

 

Das ist der ethische Sinn der christlichen Religion, das ist die Logik der Himmelfahrt Jesu!

 

Franz-Josef Glanzmann, Pfarreiseelsorger Zuchwil​

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Fine Arts, Baldung,

Hans genannt

Grien (1484 / 1485-1545), Malerei, Krönung Mariens.

Maria - Realsymbol der Kirche

Die Ehre sei dem Vater froh erwiesen,
durch Christus mit Maria hochgepriesen,
im Heiligen Geiste voller Herrlichkeit
vom Weltall jetzt und alle Ewigkeit.

 

Diese Verse wurden am Schluss eines kleinen Stundengebetes im KZ Dachau von den Priestern gebetet. Da die Priester kein Breviergebet hatten, war dies ein Ersatzgebet. Pater Joseph Kentenich hat dafür ein wunderschönes Gloria Patri (Ehre sei dem Vater) komponiert. Dem Vater gilt das Magnificat, das «Hochpreiset meine Seele». In dem wir «durch Christus in Maria» einstimmen.
Das Bild von Hans Baldung «Krönung Mariens», das am Hochaltar des Freiburger Münsters
(D) zeigt uns Maria beim Dreifaltigen Gott. Dieses Bild ist ein grossartiges Monument der Deutschen Malerei zur Dürerzeit.

 

Die hier dargestellte Maria ist nicht einfach nur eine «Privatperson». Von alters her wird sie  verstanden als Personifikation, besser: als Realsymbol der Kirche und darüber hinaus der ganzen Schöpfung, wie sie von Gott gewollt ist. Im Blick auf die Darstellung der «Aufnahme Marias in den Himmel» und ihrer «himmlischen Krönung» hat der Glaubende also die Zukunft der ganzen Schöpfung vor Augen: Sie ist dazu berufen, für immer in das ewige-selige Leben des dreifältigen
Gottes einzugehen. Diese Vollendung der Schöpfung ist zugleich die (frei gewählte) «Vollendung» des trinitarischen Gottes selbst; sie ist dann gegeben ist, wenn der Vater durch Jesus Christus im Heiligen Geist in uns und mit uns «alles in allem ist» (I Kor 15,28). Dann hat auch die «Gastfreundschaft» Gottes ihre letzte Vollendung gefunden.

 

Wenn wir Maria ehren – die Realsymbol der Kirche ist, werden wir in ihren Weg hineingenommen und werden zu Jesus Christus, zum Dreifaltigen Gott geführt.
 

Wir feiern im Monat Mai Maria – Realsymbol der Kirche. So wird uns offenbar, was auch uns verheissen ist: die Vollendung im Dreifaltigen Gott. Am Pfingstmontag feiern wir, dass Maria als Mutter der Kirche und am Sonntag nach Pfingsten das Fest der Dreifaltigkeit. Die Dreifaltigkeit ist keine Glaubensformel, kein Glaubenssatz, keine Doktrin oder gar eine Ideologie, sondern ein Ereignis, das man erzählt, eine Erfahrung, die bezeugt wird durch Maria. Und zwar ist es die
Erfahrung, dass Gott der Vater durch seinen Sohn Jesus Christus in dem von ihm vermittelten Heiligen Geist zugegangen ist, sich ihnen ganz und gar mitgeteilt und sie in sein eigenes Leben hineingezogen hat. Ehren wir Maria durch sie Jesus Christus und im Heiligen Geist den Vater im Monat Mai.


Paul Rutz, Kaplan, Derendingen

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Neues Firmkonzept - Informationen 

Einheitliches Firmalter ab Schuljahr 2022/23

 

Wie Sie vielleicht auch schon festgestellt haben, ist das Firmalter je nach Pfarrei unterschiedlich. In seinem Schreiben vom 10.01.2021 ermutigt unser Bischof Felix Gmür alle Verantwortlichen in den Pfarreien, das Firmalter zu erhöhen und es im Jugendalter festzusetzen – auch im Hinblick auf einheitliche Lösungen innerhalb der Pastoralräume.

 

In einer Zeit, die immer schneller von gesellschaftlichen Veränderungen geprägt ist, ist es uns mehr denn je ein Anliegen, Jugendliche kompetent und lebensweltnah auf die Firmung und den damit verbundenen neuen Lebensabschnitt vorzubereiten.

 

Wir erachten es daher als sinnvoll, dass die Firmvorbereitung – analog zur Konfirmation – am Ende der Oberstufe und nicht mehr in einem schulischen Umfeld stattfindet. Die Jugendlichen können so besser befähigt werden, Glaubensleben zu reflektieren, eigene Entscheidungen zu treffen und als Christ:innen Verantwortung in dieser Welt mitzutragen.

 

Ausserdem ermöglicht ein einheitliches Konzept im Pastoralraum, neue Formen von Jugendarbeit zu gestalten und Synergien zu nutzen.

 

Kurz zusammengefasst – Was ändert sich?

 

• Die Firmung erfolgt ab dem Schuljahr 2022/23 nicht mehr in der 6. Klasse, sondern künftig in allen Pfarreien unseres Pastoralraumes in der 3. Oberstufe. Dies hat für die jetzigen 5.-Klass-Kinder zur Folge, dass sie voraussichtlich im Jahr 2026 das Sakrament der Firmung empfangen können.

 

• Der Religionsunterricht in der 6. Klasse wird künftig ökumenisch erteilt – ergänzt durch verpflichtende konfessionelle Fenster in der jeweiligen Pfarrei. Infos dazu werden Sie zu gegebener Zeit erhalten.

 

• Das Konzept für den Firmweg 2025/2026 wird zwischenzeitlich durch eine Projektgruppe erarbeitet.

 

Es ist uns bewusst, dass diese Neuerungen auch Diskussionen auslösen können. Wir sind aber überzeugt, dass dieser Firmweg viele neue Chancen bieten wird. Wir freuen uns, diesen Weg gemeinsam mit den Jugendlichen zu gehen.

 

Im Namen der Projektgruppe Firmkonzept, Pascal Eng

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Pastoralraum:
Werktag-Gottesdienste

In einer klösterlichen Gemeinschaft vollzieht sich der Tagesablauf die Woche hindurch mit Gebetszeiten, Arbeitszeiten, Essenszeiten, Erholungszeiten. Als christliche Gemeinde in Pfarreien und Pastoralräumen ist das Angebot von gemeinsamen Gebetszeiten die Woche hindurch eine Gelegenheit, Impulse aus der Heiligen Schrift für den Glauben und für das christliche Denken, Reden und Tun im Alltag in sich aufzunehmen und Jesus Christus in der Eucharistischen Gabe zu begegnen.
 

Die katholische Konfession kennt viele Gottesdienstformen, abgesehen von z. B. Laudes- oder Vesper-Gottesdiensten, Versöhnungsfeiern usw., gibt es verschiedene Andachten bis zu Taizégottesdiensten. In unserem Pastoralraum werden Werktags-Gottesdienste im Normalfall in der Form der Eucharistie («Messe»), als Wortgottesfeiern und als Rosenkranzgebet gefeiert. Je nach Möglichkeit leiten Seelsorgende Wochentagsgottesdienste. Es ist natürlich auch möglich, dass
Gläubige sich spontan zu Gebetstreffen zusammenfinden, um Andacht zu halten.

 

Die Fortführung des Abendmahlgeschehens hat sich vom abendlichen «Brotbrechen» (vgl. z. B. Apg 2,42) zur sonntäglichen Morgenfeier und schliesslich wohl recht früh, wo dies möglich war, auch zur täglichen Eucharistiefeier entwickelt. In treuer Umsetzung nach Lk 22,19 («Tut dies zu meinem Gedächtnis») feiert die Kirche rund um die Erde jenes Einzigartige, was Jesus gesagt und getan hat.
Wenn Eucharistie (= «Danksagung») gefeiert wird, ob hochfestlich mit Tausenden oder in kleiner «Runde» in einer Kapelle oder auf einem Berg – es ist immer das Gleiche: das geheimnisvolle Hineingenommen-Sein in die Gegenwart des gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus. Die Kirche feiert dankend und weiterführend die Gabe Jesu: «Das ist mein Leib, das ist mein Blut». ER schenkt sich (Leib = Person; ER schenkt uns sein Leben («Blut» für Leben). Dass dies
auch die Woche hindurch möglich ist, ist Geschenk und Auftrag. Der Schlussruf in der Eucharistie hat ihr den landläufigen Namen gegeben: Messe, von: «ite, missa est» = «geht, ihr seid gesendet!» … nämlich den Auftrag, das im Alltag zu leben, was im Gottesdienst gefeiert wurde.

 

Änderungen ab Jahresbeginn 2022
 

Bei den Werktags-Gottesdiensten in unserem Pastoralraum gibt es ein paar
Änderungen (Auflistung siehe unten). In unserem Pastoralraum und in den
Pastoralräumen der Nachbarschaft gibt es ein beachtliches Angebot an Gottesdiensten
die Woche hindurch, wobei z. B. speziell auf folgende drei zeitlich
interessante Gelegenheiten in der Nachbarschaft hingewiesen werden könnte:
Mittwochmittag in der Kathedrale; Freitagabend in Kriegstetten oder Samstagmorgen
in der Kathedrale.

 

Werktag-Gottesdienste in unserem Pastoralraum Wasseramt-Ost:
 

Montag

Derendingen: 9.00 Uhr Eucharistiefeier
 

Dienstag

Deitingen: 9.00 Uhr Eucharistiefeier mit anschliessender Anbetung
 

Mittwoch

Subingen: 18.30 Uhr Eucharistiefeier, ab 18.00 Uhr Rosenkranz
 

Donnerstag

Aeschi: 9.00 Uhr am ersten Donnerstag im Monat Eucharistiefeier; ab dem 2. DO im Monat Wortgottesfeier mit Rosenkranz. Sommerhalbjahr: Abendmessen in den Kapellen Hüniken und Steinhof
Zuchwil: 9.00 Uhr Eucharistiefeier, ab 8.30 Uhr Rosenkranz
Deitingen: 17.30 Uhr Rosenkranz

 

Herz-Jesu-Freitag (= jeweils erster Freitag im Monat):
Derendingen: 9.00 Uhr Eucharistiefeier, ab 8.30 Uhr Rosenkranz
Deitingen: 9.00 Uhr in den Monaten mit 31 Tagen
Subingen: 9.00 Uhr in den Monaten mit weniger als 31 Tagen

 

Alters- und Pflegeheime:
Zusätzlich finden in den Pflegeheimen Tharad Derendingen und Blumenfeld
Zuchwil regelmässig liturgische Angebote statt, die aber momentan pandemiebedingt
noch nicht öffentlich zugänglich sind.

 

Pfarrer Beat Kaufmann, Pastoralraumleiter a.i.

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Öffentliche Gottesdienste

Informationen über aktuelle Gottesdienste finden Sie, wenn Sie den folgenden Button «Pfarreien» anklicken und sich dort in der Homepage Ihrer Pfarrei orientieren.